DEG Metro Stars: DEG verliert beim Meister
VON ROMAN GROMBACH - zuletzt aktualisiert: 28.12.2011 - 22:03Berlin (RP). Zwei Tage nach der 3:4-Derbyniederlage gegen die Kölner Haie am Montag reisten die DEG Metro Stars ohne Ben Gordon am Mittwoch zu den Eisbären aus Berlin. Der Stürmer hatte eine Gehirnerschütterung erlitten. Die Hauptstädter meldeten jedoch im Vorfeld eine deutlich längere Verletztenliste, darunter auch Spieler wie Stefan Ustorf und Florian Busch, und dennoch verlor die DEG deutlich mit 2:6 (1:1, 0:3, 1:2).
Trotz Blitzstart und einer guten Leistung im ersten Drittel reichte es vor 14 300 Zuschauern erneut nicht für einen Sieg. Begonnen hatte alles noch vielversprechend. Nach nur 15 Sekunden konnte Patrick Reimer einen Abpraller im leeren Tor unterbringen, weil Rob Zepp zuvor den Schuss von Evan Kaufmann nicht weit genug entschärfte. Der von Schiedsrichter Steffen Klau bemühte Videobeweis bestätigte noch mal das reguläre das Tor zum 1:0 aus Sicht der Gäste. Durch das frühe Erfolgserlebnis sichtlich beflügelt attackierten die Düsseldorfer die Eisbären in der Folge früh.
Die Mannschaft von Jeff Tomlinson störte dessen Ex-Klub dadurch erfolgreich im Spielaufbau und kam bei eigenen Kontern immer mal wieder gefährlich vor das Berliner Gehäuse, nutzte die Möglichkeiten aber nicht. Auch Marco Nowak scheiterte nach einem schönen Alleingang an Zepp, ehe es Jens Baxmann für den amtierenden Meister im direkten Gegenzug besser machte.
Bei angezeigter Strafe gegen die Gäste brachte der 26-Jährige eine Vorlage von James Sharrow rechts oben zum 1:1 im Tor unter, dem gleichzeitigem Pausenstand. Im zweiten Spielabschnitt folgte dann eine vollkommen andere Partie. Der DEG ging fortan jeglicher Spielfluss verloren und die Aggressivität der ersten zwanzig Minuten war nicht mehr zu sehen. Ganze neun Minuten brauchte das Team in dieser Phase um wieder Zugang zum Spielgeschehen zu finden, währenddessen sich die Gastgeber einen Vorsprung von zwei Toren durch Laurin Braun und Sven Felski erarbeitet hatten. Bis zum Ende des Drittels blieb Berlin gefährlicher, konnte jedoch nur noch durch Julian Talbot um einen weiteren Treffer erhöhen. Im Tor der DEG stand wieder Bobby Goepfert, der nach nur einem Spiel Sperre nach seiner Matchstrafe aus dem Iserlohn-Spiel zurückkehrte.
Doch auch er konnte das Debakel nicht verhindern und hatte bis zum Spielschluss noch zwei weitere Male gegen Talbot, der damit einen Hattrick perfekt machte, das Nachsehen. Für die Gäste betrieb Adam Courchaine lediglich noch Ergebniskosmetik zum 2:6. Unter dem Strich verlor die DEG zum wiederholten Mal sehr deutlich mit zu vielen Gegentreffern für die schlechteste Abwehr der Liga. Die Düsseldorfer warten somit im Kampf um die Play-offs seit mittlerweile elf Spielen auf einen Drei-Punkte-Sieg. Bereits morgen gibt es die nächste Möglichkeit dazu, wenn das Tabellenschlusslicht aus Nürnberg (19.30 Uhr, ISS Dome) am Rhein gastiert.
STATISTIK:
Berlin – DEG 6:2 (1:1, 3:0, 2:1)
DEG: Goepfert (Aubin) - Hedlund, Roach; Dinger, Holland; Nowak, Bazany, Kramer - Kreutzer, Kaufmann, Reimer; Lyons, Beechey, Ulmer; James, Courchaine, Danner; Hinterstocker, Hofland.
Tore: 0:1 (0:15) Reimer (Kaufmann, Kreutzer), 1:1 (16:51) Baxmann (Sharrow), 2:1 (23:46) Braun (Rankel, TJ Mulock), 3:1 (27:26) Felski (Tallackson, Braun), 4:1 (37:02) Talbot (TJ Mulock, Rankel; 5–4), 5:1 (44:17) Talbot (Ty. Mulock), 6:1 (51:29) Talbot (Braun, Rankel), 6:2 (52:33) Courchaine (James, Hinterstocker).
Zuschauer: 14.300.
Schiedsrichter: Klau (Griesenbrauck-Sümmern).
Strafminuten: Berlin 8 + 10 Olver / DEG 10.
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