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DEG: DEG wacht zu spät auf

VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 21:23

Erst nach einem 0:5-Rückstand gegen die Adler Mannheim entdeckten die Eishockey-Profis ihren Kampfgeist. Bis auf 4:5 kam die Truppe von Trainer Harold Kreis noch heran ­ dabei blieb es aber.

Patrick Reimer war mit drei Treffern Matchwinner für die DEG.  Foto: Siegfried Wensierski
Patrick Reimer war mit drei Treffern Matchwinner für die DEG. Foto: Siegfried Wensierski

Ein Virus hat die Mannschaft der DEG Metro Stars heimgesucht. Am Freitag beim Gastspiel in Krefeld fehlte bereits Verteidiger Marian Bazany mit Magen-Darm-Problemen. Gestern Abend im Spiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Adler Mannheim war der Verteidiger zwar wieder dabei, dafür fehlte aber Stürmer Rob Collins ­ von den gleichen Beschwerden geschwächt. Das Team von Trainer Harold Kreis spielte anfangs lethargisch, wachte erst nach einem 0:5-Rückstand im Schlussdrittel auf und unterlag den Kurpfälzern am Ende mit 4:5 (0:0, 0:2, 4:3).

Vor 4741 Besuchern im ISS Dome präsentierte sich die DEG im ersten Drittel zwar verbessert gegenüber dem schlechten Auftritt im Straßenbahnderby, allerdings haperte es erneut bei der Verwertung der Chancen. Nach einem schönen Pass von Evan Kaufmann hatte Kapitän Daniel Kreutzer bereits nach zwei Minuten die Führung auf dem Schläger, doch der sehr gut aufgelegte Fredrick Brathwaite im Tor der Mannheimer parierte souverän. Auch Adam Courchaine fand eine Minute später in Brathwaite seinen Meister. Die Adler konzentrierten sich fortan auf die Defensivarbeit und setzten durch den agilen Ahren Spylo immer wieder Nadelstiche in der Offensive. Die beste Chance in den ersten 20 Minuten hatte DEG-Stürmer Brandon Reid, der die Scheibe bei einem Alleingang über das Tor setzte.

Im zweiten Durchgang neutralisierten sich beide Teams zu Beginn, Torchancen blieben Mangelware. Die Hausherren bemühten sich zwar Gefahr zu erzeugen, doch die Mannheimer Abwehr erstickte die zaghaften Versuche meist im Keim. Wenn die Düsseldorfer sich dann doch einmal eine Chance erarbeiteten machte Brathwaite die Tür zu: Mark Murphy und Kaufmann scheiterten jeweils an der Stockhand des 37-Jährigen. Gerade in den Überzahlspielen fehlte es der DEG an der nötigen Entschlossenheit. Besser machten es die effektiven Mannheimer: Zwei Minuten vor Drittelende markierte Scott King mit einem Mann mehr auf dem Eis das 1:0.

68 Sekunden später erhöhte Ryan Caldwell für die Gäste. Der DEG-Verteidiger bugsierte den Puck beim Versuch, einen Pass von Marcus Kink zu blocken, unglücklich ins eigene Netz. In einem irren Schlussdrittel ging es nun plötzlich hoch her. Colin Forbes, Ronny Arendt und Justin Papineau erhöhten innerhalb von sieben Minuten auf 5:0 für die Adler. Die Düsseldorfer schienen sich aufgegeben zu haben ­ doch dann keimte nochmals Hoffnung bei der DEG auf: Courchaine und zweimal Patrick Reimer verkürzten innerhalb von 185 Sekunden auf 3:5. Nun standen auch die Fans, die kurz zuvor noch hämisch applaudiert hatten, wieder hinter ihrem Team. Die DEG entdeckte ihren Kampfgeist und kam durch Joseph sogar auf 4:5 heran. Dieser unbändige Einsatz kam letztlich aber zu spät.

Info
STATISTIK:

Düsseldorfer EG - Adler Mannheim 4:5 (0:0, 0:2, 4:3)

Tore: 0:1 King (37:27), 0:2 Kink (38:35), 0:3 Forbes (42:43), 0:4 Arendt (45:08), 0:5 Papineau (46:13), 1:5 Courchaine (49:57), 2:5 Reimer (50:13), 3:5 Reimer (52:02), 4:5 Joseph (58:36)

Schiedsrichter: Piechaczek (Finning)

Zuschauer: 4741

Strafminuten: Düsseldorf 4 - Mannheim 10

Quelle: RP

 
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