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Eishockey: DEG will ersten Derby-Heimsieg

VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 03.02.2012 - 08:01

Düsseldorf (RPO). In zehn Duellen mit Köln, Krefeld und Iserlohn gewann in dieser Eishockey-Saison immer das Auswärtsteam. Die Düsseldorfer wollen dieser kuriosen Serie  am Freitagabend gegen die Pinguine (19.30 Uhr, Dome) endlich ein Ende setzen.

Die DEG hat drei Gegner in der Deutschen Eishockey Liga, bei denen in direkten Duellen von einem Derby gesprochen werden darf. Regionale Nähe und eine andauernde Rivalität bestehen ohne Zweifel zu den Kölner Haien, den Krefeld Pinguinen und den Iserlohn Roosters. Zehn dieser Derbys gab es in der laufenden Spielzeit bereits, und jedesmal verließ die Auswärtsmannschaft das Eis als Sieger - eine kuriose Statistik.

Am Freitagabend kommen die Krefelder zum letzten Aufeinandertreffen in der regulären Saison in den Dome (19.30 Uhr). Laut DEG-Coach Jeff Tomlinson ist es an der Zeit, diese irre Serie reißen zu lassen. „Wir können auf die Leistung vom vergangenen Wochenende aufbauen“, sagt der Trainer.

Nach den sechs Punkten gegen Hamburg und in Köln stehen die Düsseldorfer in der Tabelle wieder besser da. Der siebte Platz mit vier Punkten Rückstand auf die Freezers lässt die Hoffnung auf eine direkte Play-off-Qualifikation wieder wachsen. „Wir haben es in unseren eigenen Händen und schauen nur nach vorne“, erklärt der Trainer. Krefeld indes braucht jeden Zähler, um seinen Fünf-Punkte-Rückstand auf die Pre-Play-off-Plätze noch wettzumachen.

„Es ist kein Geheimnis: Wenn wir die Pinguine spielen lassen, sind sie gefährlich“, sagt Tomlinson und hat das passende Rezept dagegen schon im Kopf: Die Verteidiger der Gäste hat er als Schwachstelle ausgemacht. „Wir müssen auf Richard Pavlikovsky, Dusan Milo und Pascal Trépanier Druck ausüben“, fordert der Coach von seinen Spielern.

Respekt hat Tomlinson indes vor der Sturmreihe mit Daniel Pietta, Boris Blank und Herberts Vasiljevs: „Das ist eine der talentiertesten Reihen in der ganzen Liga.“ Trotz des vielen Lobes für die hervorragende Defensivarbeit beim 4:2 im Derby gegen die Haie stellt Tomlinson seine Verteidigerpärchen wieder um.

Marco Nowak kehrt nach abgesessener Sperre wieder an die Seite von Marian Bazany zurück. René Kramer muss auf den Platz des zusätzlichen siebten Verteidigers weichen. „Wir können noch näher am Mann sein“, antwortet der Trainer auf die Frage, was sein Team noch verbessern könne im Vergleich zum vergangenen Wochenende.

Zudem sind Tomlinson die unnötigen Puckverluste ein Dorn im Auge. „Diese Turnovers können uns gegen Krefeld richtig weh tun“, sagt er. Trainieren könne man das nicht. „Da musst du deine Spieler einfach zusammenscheißen und sagen, mach keine Turnovers mehr“, erklärt der Kanadier. Insgesamt sieht der 41-Jährige sein Team auf einem guten Weg: „Das 6:3 gegen Hannover vor zwei Wochen war für mich der Wendepunkt. Seitdem hat die Mannschaft ein ganz anderes Auftreten.“

Von der Meisterschaft will Tomlinson noch nicht sprechen, aber er zählt schon die Beispiele auf, bei denen Teams mit einer schlechten Platzierung in der Hauptrunde am Ende dennoch den Titel holten. „Köln, Frankfurt, Krefeld. Wir haben eine gute Truppe“, meint der Trainer. „Es ist alles drin.“


 
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