DEG: DEG will Wiedergutmachung
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 19.09.2008 - 07:13Auch einige Tage danach hat Harold Kreis noch keine rechte Erklärung für die blutleere Vorstellung „seiner“ DEG beim 2:3 gegen die Frankfurt Lions gefunden. „Uns hat über 60 Minuten die Intensität gefehlt, wie schon zuvor in Hamburg“, bemängelt der Trainer der Metro Stars.
„In beiden Partien haben wir uns in Tempo und Spielweise unseren Gegnern angepasst.“ Besonders im Unterzahlspiel habe sich das bemerkbar gemacht, meint Kreis. „Da waren wir immer einen Schritt zu langsam.“
Dem Deutsch-Kanadier wäre natürlich wohler, wenn er den Grund dafür wüsste. Mehr als eine Vermutung hat er freilich nicht: „Wir hatten eine relativ schnelle Abfolge von Spielen. Vielleicht hat da ein wenig physische Müdigkeit zu mentaler Müdigkeit geführt. Aber da müssen wir durch.“ Schnell sogar, denn heute um 19.30 Uhr wartet im ISS Dome bereits der nächste Gegner.
Kassel Huskies heißt der und jagt den Düsseldorfer Fans auf den ersten Blick keinen Schrecken ein, sind die Nordhessen doch gerade erst in die Deutsche Eishockey Liga aufgestiegen. „Ein Aufsteiger? Das kannst du vergessen“, poltert DEG-Manager Lance Nethery. „Kassel hat 19 Ausländer im Kader, ist eine gewachsene Truppe.“ Harold Kreis schlägt in die gleiche Kerbe: „Die Huskies darf man keine Sekunde unterschätzen. Aber das werden wir auch nicht tun.“
Die Düsseldorfer hätten auch nicht wirklich Grund dazu. Siege gab es in der bisherigen DEL-Saison allein gegen Köln - und dieses Kunststück haben die Huskies selbst schon geschafft, sogar mit 5:1 bei den Haien. Freilich mussten die Metro Stars zuletzt mit arg dezimiertem Defensivpersonal über die Runden kommen, und dieses Problem hat sich durch die Rückkehr von Peter Ratchuk etwas gemindert.
„Wir werden Peter allerdings in Über- und Unterzahl noch etwas verhaltener einsetzen“, kündigt der Coach an. „Er ist nach seiner Schulteroperation erst seit dieser Woche wieder voll in den Trainingsbetrieb integriert, da darf man noch nicht wieder zu viel verlangen.“
Kreis legt jedoch Wert auf die Feststellung, dass die Schuld für die beiden Pleiten nicht bei den jungen Vertretungs-Verteidigern Tim Schüle und Marco Nowak zu suchen ist. „Okay, Nowi war etwas nervös“, gibt Kreis zu. „Aber mit Ausnahme der Reihen um Brad Tutschek und Fabio Carciola hat niemand zu seiner Form gefunden.“
Die Selbstkritik sei aber gewährleistet: „Die Spieler wissen, dass sie sich unter Wert verkauft haben.“ Vielleicht ein Grund zur Hoffnung, dass die DEG mit den Spielen heute gegen Kassel und am Sonntag (18.30 Uhr) in Straubing Fans zurückgewinnen kann.
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