DEG Metro Stars: Denkpause für Danner
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 16.12.2010Der Angreifer der DEG Metro Stars bleibt auch im Top-Spiel der Deutschen Eishockey Liga gegen die Eisbären Berlin (Freitag, 20.20 Uhr, ISS Dome) in der vierten Reihe. Für Trainer Jeff Tomlinson eine wichtige Maßnahme.
Jeff Tomlinson sieht eigentlich nicht unglücklich aus. Der Trainer der DEG Metro Stars lächelt sogar. Dennoch vermittelt er mit seinen Worten den Eindruck, dass es ihm nicht gut geht. "Das ist traurig. So traurig", sagt der 40-Jährige. Angesprochen wurde er zuvor darauf, dass seine Mannschaft nicht mehr Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist. Durch ihren Sieg am späten Dienstagabend verdrängten die Grizzly Adams Wolfsburg die unter der Woche spielfreie DEG wieder auf Platz zwei.
Doch jeder, der das schelmische Lächeln in seinem Gesicht sieht, der weiß, wie traurig Tomlinson wirklich über den Verlust der Spitzenposition ist: so ziemlich gar nicht. "Das interessiert mich nicht", sagt der Deutsch-Kanadier. Denn: Nicht einmal alle der 14 DEL-Teams haben die Hälfte ihrer Spiele in der regulären Saison absolviert. Wichtig ist für Tomlinson vielmehr, wo seine Mannschaft am Ende der Hauptrunde steht – und wie sie sich in den Play-offs präsentieren wird.
Diese Einstellung, nach 14 Siegen aus den vergangenen 16 Spielen nicht abzuheben, hat er auch auf seine Spieler übertragen. "Ich hoffe, dass die Jungs nicht auf die Tabelle schauen", sagt er. "Die täuscht nämlich. Schließlich haben wir noch nichts erreicht." Würden er und sein Assistent Tray Tuomie allerdings das Gefühl haben, dass ihr Team zu sehr auf die Serie abfährt, dann "würden wir schon etwas dagegen unternehmen".
Doch was kann ein Trainer unternehmen, damit seine Spieler nicht glauben, dass die Saison zum Selbstläufer wird? "Da gibt es Kleinigkeiten, die man machen kann", sagt Tomlinson. Eine Maßnahme, die er am vergangenen Wochenende eingeleitet hatte und auch im Top-Spiel gegen die Eisbären Berlin (morgen, 20.20 Uhr, ISS Dome) durchziehen wird, ist ein Tausch in den Sturmreihen.
Mark McCutcheon wird vorerst neben Mark Murphy und Adam Courchaine in der dritten Reihe bleiben, Simon Danner nur in der vierten Reihe stürmen. "Mark hat es verdient, da er sich immer wieder aufdrängt", sagt Tomlinson. Danner hingegen brauche "eine Denkpause", wie der Coach es nennt. In 27 Saison-Einsätzen hat es der Zugang aus Frankfurt auf sieben Treffer gebracht, in den vergangenen acht Spielen ging er komplett leer aus. "Er muss sein Spiel stabilisieren und seine Fähigkeiten jeden Tag aufs Eis bringen."
Dabei wird Danner gegen Berlin sogar mit immer wieder wechselnden Sturmpartnern spielen. Martin Hinterstocker ist zwar weiter in der vierten Reihe, allerdings wird Diego Hofland nicht dabei sein. "Er wird mit der Förderlizenz beim EV Duisburg eingesetzt, um Spielpraxis zu sammeln."
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