DEG: Die DEG ist angeschlagen
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 09.10.2009 - 08:01Brad Tutschek, Martin Hinterstocker und Chris Harrington sind verletzt. Im Heimspiel (Sonntag, 18.30 Uhr) gegen Nürnberg stellt sich die Mannschaft fast von allein auf. Verstärkungen aus der Reserve werden zunächst abgelehnt.
Vor dem Ausblick auf den nächsten Gegner Nürnberg, gibt es bei der Düsseldorfer EG erst einmal einen Rückblick: "Ich hatte früher Schlittschuhe komplett aus Leder. Heute sind das solche High-Tech-Schuhe, da ist überhaupt kein Leder mehr dran", sinniert Manager Lance Nethery.
Der Grund für diesen – im ersten Moment skurrilen – Ausflug in die Geschichte der Eisschuh-Bekleidung ist allerdings ein ernster: Mit Martin Hinterstocker hat sich bereits der fünfte Düsseldorfer Eishockeyprofi in den vergangenen zwei Jahren dieselbe Verletzung zugezogen – ein Riss des Syndesmosebandes, das bereits am Mittwoch operiert wurde, den jungen Stürmer aber zwischen acht und zehn Wochen außer Gefecht setzt. "Die neuen Schlittschuhe sind höher geschnitten, steinhart und bewegen sich kaum. Wenn man damit in die Bande fährt, geht entweder das Syndesmoseband kaputt oder das Gelenk oder beides", sagt Nethery.
So stehen Trainer Harold Kreis vor der Heimpartie gegen Nürnberg (Sonntag, 18.30 Uhr, ISS Dome) nur neun Stürmer und sechs Verteidiger zur Verfügung, da auch Chris Harrington (Knochenabsplitterung am linken Daumen) und Brad Tutschek (Muskelriss in der Schulter) ausfallen. Mit beiden letztgenannten rechnet die DEG erst wieder nach der Deutschland-Cup-Pause Mitte November.
Dennoch sollen wohl keine Spieler aus der zweiten Mannschaft, dem Regionalliga-Team, hoch gezogen werden. Chancen hätte ohnehin nur Torsten Gries, die Alternative, Diego Hofland, hat immer noch keinen deutschen Pass. Der Stürmer ist weiterhin Holländer und müsste so eine der wichtigen Ausländerlizenzen beanspruchen – ausgeschlossen. "Dienstag habe ich jemanden gesprochen, der sagte, es soll nur noch zehn Tage dauern, bis er den deutschen Pass kriegt", sagt Nethery, schiebt aber seufzend nach: "In einer kleinen Stadt ginge das sicher schneller als in einer Großstadt." Immerhin wartet Hofland seit über einem Jahr auf die Papiere. Bis er sie erhält, könnte Hinterstocker schon wieder fit sein. Aber das ist nur ein Ausblick.
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