DEG: Die Macht am Rhein
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 30.10.2009 - 07:14Diesen prestigeträchtigen Titel kann die Düsseldorfer EG am Freitag (19.30 Uhr im Live-Ticker) im Derby gegen die Kölner Haie verteidigen – nur ein Punkt trennt beide Rivalen. Mehr als 11.300 Fans sorgen für eine Rekordkulisse in dieser Saison.
Die Düsseldorfer EG ist die Macht am Rhein – zumindest bis zum Freitagabend. Denn mit nur einem Zähler Vorsprung liegt die DEG auf Rang acht direkt vor den Kölner Haien, und der dritte rheinische Rivale, die Krefeld Pinguine, ist sogar nur Tabellenzwölfter. Sollten die Kölner die 185. Auflage des Derbys, das um 19.30 Uhr im ISS Dome angepfiffen wird, für sich entscheiden, würden sie an den Hausherren vorbeiziehen.
So eng, wie in der Tabelle dargestellt, ging es auch im Hinspiel zu: Mit 5:4 konnten sich die Haie erst nach Verlängerung durchsetzen, die allerdings auch nur 49 Sekunden dauerte, da Dusan Frosch der Siegtreffer gelang. Doch die 60 Minuten zuvor hatten nahezu alles geboten, was das Eishockey-Herz erfreut. Die Kölner waren mit 2:0 in Führung gegangen, doch ein deutsches Trio hielt die Partie offen: Kapitän Daniel Kreutzer traf zum 2:1, Patrick Reimer zum 2:2 und 3:3, zudem Korbinian Holzer zum 4:4 exakt 35 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit – Dramatik pur.
Busse Nach Fortunas Zweitliga-Fußball-Spiel gegen Karlsruhe fahren ab ca. 19.45 Uhr vier Shuttle-Busse von der Esprit-Arena zum Eishockey-Derby im ISS Dome.
Direkter Weg Vom Messebahnhof Nord, der Straßenbahnhaltestelle an der Arena, geht es direkt und kostenfrei zum Dome.
Im Schnitt 4541 Fans pro Heimspiel
Das lockt natürlich auch die Zuschauer. Bis gestern waren – inklusive des Kontingents von Düsseldorf Congress für Business- und Logenplätzen – rund 11.300 Karten verkauft. Damit ist das Derby finanziell fast so wertvoll wie drei Heimspiele auf einmal, denn der Zuschauerschnitt liegt in dieser Spielzeit gerade einmal bei 4541 Besuchern pro Partie im ISS Dome. Kein Wunder also, dass es heute Abend eine Rekordkulisse für diese Saison geben wird, denn die bisherige Bestmarke wurde am ersten Spieltag gegen Wolfsburg erreicht – mit 4887 Zuschauern.
Trainer Harold Kreis findet: "Das ist ein schöner Rahmen für das Derby, aber wir spielen nur zweimal zu Hause gegen Köln. Das ist kein Grund, die anderen Spiele mit weniger Einstellung zu bestreiten." Der Coach fordert Leidenschaft von seinem Team, das erneut in Minimal-Besetzung auflaufen soll: Auf Spieler aus der Reserve wolle er diesmal verzichten, sagte Kreis am Donnerstagnachmittag.
Nachdem in der Defensive Marco Nowak (gesperrt) und Chris Harrington (Daumenverletzung) sowie im Angriff Brad Tutschek (Schulter) und Martin Hinterstocker (Syndesmoseband) ausfallen, sollen es die verbliebenen neun Stürmer und fünf Verteidiger im Derby richten. Damit die DEG auch nach dem heutigen Abend die Macht am Rhein bleibt.
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