DEG Metro Stars: Die Rettung geht weiter
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012 - 14:41Düsseldorf (RPO). DEG - die Rettung geht weiter Der Düsseldorfer EG fehlen noch 900 000 Euro, um den Etat für die neue Saison zu decken. Zwei externe Berater sollen für professionelle Strukturen sorgen und viele kleine Sponsoren vom Produkt Eishockey überzeugen.
Irgendwann hat irgendjemand etwas vorschnell bei der DEG irgendetwas von einem Konzept erzählt. Alle anderen haben daraus geschlussfolgert, dass wenn man das Problem erklären kann, man es auch ziemlich schnell lösen können müsste. Und so warteten alle brav auf Antworten und den einen großen Wurf. Mittlerweile ist aber wohl auch besonders optimistischen Anhängern klar geworden, dass die Rettung der Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft eine ziemlich langwierige Angelegenheit ist. Glücklicherweise, so etwas tut generell in schwerer Not gut, hat der Verein bisher schon viel Unterstützung erfahren. Alleine aus dem Verkauf der von den Toten Hosen gestalteten „Alles aus Liebe“-Trikots konnten 110 000 Euro eingenommen werden - 4016 Stück sind bestellt worden, und ein Ende ist noch längst nicht in Sicht.
Mit den Textilien alleine ist die finanzielle Misere allerdings nicht zu beseitigen. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen „Rölfs Partner“ hat das Unternehmen DEG einmal genauer unter die Lupe genommen und nach Möglichkeiten der Restrukturierung Ausschau gehalten. Schon bei Borussia Dortmund war die Firma im Einsatz, als der Fußballklub am Boden lag. Die Westfalen haben noch einmal die Kurve gekriegt. Glückt das auch den Rheinländern? „Ja“, sagt Arndt Rautenberg, ein smarter Typ mit dem ziemlich wichtigen Titel Executive Partner. Herr Rautenberg hat der DEG vorgerechnet, wie viel Geld noch in der Kasse fehlt. „Um die nächste Saison sauber spielen zu können, fehlen aktuell 900 000 Euro im Etat“, sagt er. Immerhin konnten schon über 1,4 Millionen Euro an Sponsorengeldern eingesammelt werden.
Die DEG hat sich fast ein Jahrzehnt durch den mächtigen Namenssponsor Metro nicht mit den Gepflogenheiten der freien Marktwirtschaft auseinandersetzen müssen. Nun wird kräftig um Aufmerksamkeit und Geld gebaggert. Rautenberg hat in der Zentrale der Agentur an der Grafenberger Allee einen sogenannten „War-Room“ (Kriegsraum) eingerichtet - an einem zentralen Ort sollen die strategischen Bemühungen gebündelt werden. Man hat sich längst abgeschminkt, wieder einen Namenssponsor zu finden. Stattdessen, erklärt Boris Bartels von der Werbeagentur „dreimarketing“, wolle man sich auf einzelne Unternehmen konzentrieren. In den Kategorien Platin, Gold, Silber und Bronze kosten die Engagements zwischen 50 000 bis 450 000 Euro. Bartels gehört zu den neuen kreativen Köpfen bei der DEG - ein echter Glücksfall für den Klub.
Manager Walter Köberle ist von der Aufbruchstimmung bei der DEG ganz begeistert. „Endlich steht die DEG-Familie wieder im Vordergrund“, sagt er. „Wir wollen hier mit Leuten, die Bock auf den Verein haben, etwas Großes aufbauen.“ Dazu gehört die Nachricht, dass Ben Gordon seinen Vertrag verlängert. „Es wartet noch viel Arbeit auf uns“, sagt Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp. „Ich bin davon überzeugt, dass wir diese tolle Marke DEG retten werden.“
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