DEG Metro Stars: Dietrich freut sich auf ein großes Wiedersehen
VON URS LAMM - zuletzt aktualisiert: 09.09.2010 - 08:28Robert Dietrich kehrt zurück: Der ehemalige Verteidiger der DEG gastiert am Freitag (20.20 Uhr, Live-Ticker) mit den Adler Mannheim zum DEL-Spiel im ISS Dome. Der 24-Jährige freut sich auf ein Wiedersehen mit vielen Freunden.
Dietrich redet nicht um den heißen Brei herum. "Das Spiel gegen die DEG ist ein ganz besonderes für mich. In Düsseldorf habe ich viele Freunde gefunden. Davon werden am Freitag einige auf der Tribüne sitzen", sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Auf dem Eis tummeln sich am Freitag ebenfalls zahlreiche alte Bekannte.
Zu den aktuellen DEG-Akteuren Daniel Kreutzer, Marian Bazany, Marco Nowak und Patrick Reimer pflegt Dietrich immer noch einen guten Kontakt. "Aufgrund der vielen Freundschaften war ich in den vergangenen Jahren stets über einen längeren Zeitraum in Düsseldorf zu Besuch“, sagt Dietrich, der von 2006 bis 2008 in 87 Spielen auf sieben Tore und 26 Vorlagen für die Rot-Gelben kam.
Mit Düsseldorf verbindet Dietrich nicht nur viele Freundschaften, sondern auch einen gewaltigen Sprung in seiner Karriere. Bei den Metro Stars erhielt er seine erste Bewährungschance im Profi-Eishockey - und nutzte diese. In seiner ersten DEL-Saison (2006/2007) trumpfte der damals 20-Jährige auf. Mit fünf Toren und 23 Vorlagen etablierte er sich sofort zum Leistungsträger.
Wiedersehen mit Kreis und MacDonald
Robert Dietrich ist am Freitag nicht der einzige Ex-Düsseldorfer in den Reihen der Gäste. Adler-Trainer Harold Kreis erreichte mit der DEG in der Saison 2008/2009 das DEL-Finale. In der vergangenen Saison wurde der Deutsch-Kanadier nach einer Schwächephase des Teams kurz vor den Play-offs entlassen. Mittelstürmer Craig MacDonald stürmte in der vergangenen Saison für die Rot-Gelben. Der Kanadier hat sowohl in der Offensive als auch in der Defensive seine Qualitäten.
"Meinen ersten DEL-Treffer gegen Hamburg werde ich nie vergessen", sagt der in Kasachstan geborene und in Kaufbeuren aufgewachsene Verteidiger. Es folgte die Nominierung für die Nationalmannschaft. Außerdem weckte er das Interesse von NHL-Klubs. Die Nashville Predator sicherten sich Dietrichs Transferrechte.
In der Spielzeit 2007/2008 lernte Dietrich die Schattenseiten des Profi-Eishockeys kennen. Der laufstarke Verteidiger musste einen Knöchelbruch und einen Syndesmosebandriss verdauen. Lediglich neun Partien absolvierte er in der Vorrunde.
In den Play-offs war der Abwehrspieler dann aber wieder mit von der Partie. Im zweiten Halbfinal-Spiel gegen die Eisbären Berlin (4:3) erzielte er zwei Minuten vor Schluss das entscheidende Tor. "Dieser Treffer zählt sicherlich zu den wichtigsten in meiner Karriere."
Wechsel nach Nordamerika
Nach der Saison 2007/2008 folgte Dietrich dem Lockruf der NHL. Bei den Milwaukee Admirals, dem Farmteam der Nashville Predators, versuchte der laufstarke Verteidiger, sich für die beste Liga der Welt zu empfehlen. Das klappte jedoch nicht. Deshalb beendete er in diesem Sommer vorläufig das Kapitel NHL und kehrte nach Deutschland in die DEL zurück. "Vielleicht habe ich irgendwann noch einmal die Möglichkeit, in der NHL Fuß zu fassen", sagt Dietrich, der im Sommer von einigen DEL-Klubs umworben war. Auch eine Rückkehr zur DEG war im Gespräch. Letztlich entschied er sich jedoch für Mannheim. "Das Gesamtpaket hat dort einfach gepasst“, sagt er.
Dietrich weiß, was ihn in der Kur-Pfalz erwartet. „Mannheim zählt zu den Topklubs der Liga. Da ist der Druck auf die Spieler immer groß. Aber damit kann ich umgehen", sagt er. Am ersten Wochenende holte der Rechtsschütze mit den Adlern in den Heimspielen gegen Aufsteiger München (4:3 nach Verlängerung) und gegen Straubing (2:1) fünf Punkte. "Das war ein guter Auftakt, aber wir haben sicherlich noch nicht unser bestes Eishockey gespielt. Wir werden noch mehr zeigen", kündigt Dietrich an.
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