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DEG Metro Stars: Düsseldorf setzt Super-Serie fort

VON CHRISTIAN SPOLDERS UND PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 19.12.2010 - 22:56

Die DEG Metro Stars setzen ihren beeindruckenden Lauf in der Deutschen Eishockey Liga unaufhaltsam fort. Im Derby bei den Krefeld Pinguinen behielt der Tabellenführer am Sonntagabend mit 4:3 nach Verlängerung die Oberhand.

Derek Dinger machte eine Erfahrung der besonderen Art. Der Verteidiger der DEG Metro Stars verfolgte das Derby in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) seiner Mannschaft bei den Krefeld Pinguinen aus dem Gäste-Block des Eisstadions gegenüber der altehrwürdigen Rheinlandhalle.

"Ich habe als Kind schon in Kassel und Berlin mitgefiebert", sagte Dinger, der wegen eines Muskelfaserrisses ausfiel. Was der 23-Jährige sah, dürfte ihn durchaus erfreut haben. Die Metro Stars gewannen beim Tabellendritten 4:3 (0:1, 2:1, 1:1) nach Verlängerung. Damit haben sie die Tabellenführung in der DEL verteidigt.

Das Spiel zwischen den beiden Rivalen vom Rhein begann für die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson jedoch alles andere als optimal. Während Mark McCutcheon eine Strafzeit absitzen musste, erzielten die Krefelder in Überzahl die frühe Führung. Daniel Pietta hatte bei seinem Treffer so ziemlich gar keine Mühe. In der Folge machten es die Düsseldorfer den Gastgebern allerdings nicht mehr so leicht. Immer besser kamen die Metro Stars ins Spiel, Connor James und Tyler Beechey nutzten ihre Chancen aber nicht.

Im Mittelabschnitt erspielte sich die DEG ein Übergewicht, was sich nach zehn Minuten endlich auszahlte. In einen Pass von Beechey hielt Evan Kaufmann nur noch seinen Schläger, um den Schuss abzufälschen. Scott Langkow, der den Kasten bis dahin mit etlichen Paraden sauber gehalten hatte, war zum ersten Mal geschlagen.

Unverständlich aber, dass die Metro Stars sich anschließend hinten reindrängen ließen und folgerichtig erneut in Rückstand gerieten, da Richard Pavlikovsky mit einem feinen Schuss aus der Drehung traf. Dieses Mal hielt die Führung allerdings nur zwölf Sekunden. Die Parade-Reihe um Daniel Kreutzer und Patrick Reimer legte Rob Collins sein achtes Saisontor auf.

Im letzten Drittel hatte Tomlinsons Team zunächst Pech. Patrick Hager düpierte den ansonsten starken Schlussmann Jean-Sebastien Aubin mit einem Treffer ins ganz kurze Eck. Zwar bemühte Schiedsrichter Georg Jablukov den Videobeweis, da Aubin beim Schuss bereits die Hand auf dem Puck gehabt haben könnte. Der Treffer zählte dennoch.

Zum dritten Mal gelang es der DEG jedoch, dieses Mal in Überzahl, auszugleichen. Nach einem Schlenzer von Jason Holland nutzte Connor James den Abpraller von Keeper Langkow, um den Puck zum 3:3 ins Tor zu stochern.

Noch kurioser war allerdings der Siegtreffer in der Verlängerung: Ein eigentlich harmloser Schuss von Connor James rutschte Langkow nach 71 Sekunden irgendwie ins Tor. Dabei war nicht nur der Keeper selbst verwirrt darüber, wie der Puck seinen Weg in den Kasten gefunden haben soll. Schiedsrichter Jablukov benötigte erneut den Videobeweis und sah, dass das Spielgerät abgefälscht wurde und zwischen Langkows Rücken und seiner Ausrüstung über die Linie kullerte.

Dingers Ausflug in den Fanblock könnte, nach dem nun neunten Sieg in Serie, also als gutes Omen gewertet werden. "Auf der einen Seite ist es zwar schön, diese Erinnerungen an die Kindheit wieder aufzufrischen", sagte er. "Auf der anderen Seite kotzt es mich aber an, nicht mitwirken zu können." Besonders dann, wenn sein Team auch noch gewinnt.


Statistik:

Krefeld Pinguine - Düsseldorfer EG 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) n.V. - Tore: 1:0 Pietta (3:17), 1:1 Kaufmann (31:15), 2:1 Pavlikovsky (33:58), 2:2 Collins (34:10), 3:2 Hager (41:29), 3:3 James (45:31), 3:4 James (61:11). - Schiedsrichter: Jablukov (Berlin). - Zuschauer: 8029. - Strafminuten: Krefeld 8 - Düsseldorf 4

Quelle: RP

 
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