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DEG Metro Stars: Düsseldorf siegt im Spitzenspiel

VON GEORG AMEND UND PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 17.12.2010 - 22:40

Das war rasant. Das war spektakulär. Das war – spitze! Das Topspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen dem Tabellenzweiten, den DEG Metro Stars, und dem Vierten, den Eisbären Berlin, bot von der ersten Sekunde an alles, was diesen Sport so sehenswert macht: Tempo, Biss, Härte, Technik.

Evan Kaufmann traf für die DEG Metro Stars.  Foto: Siegfried Wensierski
Evan Kaufmann traf für die DEG Metro Stars. Foto: Siegfried Wensierski

Die 6253 Zuschauer im ISS Dome durften die bis dato beste Partie in dieser Saison bewundern – und gestalteten sie selbst stimmungsvoll mit. Mit lauten Gesängen und „Klatschpappen“ wurde der 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)-Sieg der Hausherren akustisch untermalt, der die DEG wieder zum Tabellenführer der DEL machte. Spitze – eben.

Im Treffen zweier sehr offensiver Spielsysteme ging es von Beginn an rasant zur Sache, die Metro Stars übernahmen spätestens ab der dritten Minute das Kommando. Da verpasste DEG-Verteidiger Andy Roach knapp einen Treffer gegen seinen Ex-Klub und ließ die Gäste mit seinem Warnschuss nun deutlich vorsichtiger agieren. Im Anschluss verzog der bislang torlose Stürmer Mark Murphy knapp und erneut Roach scheiterte, diesmal an Rob Zepp im Berliner Tor.

Die DEG, bei der Tyler Beechey Doppelschichten fuhr und zwischen den Youngstern Simon Danner und Martin Hinterstocker eingesetzt wurde, hielt das Offensiv-Feuerwerk aufrecht – selbst in Unterzahl: Murphy hatte die erste Düsseldorfer Strafe der Partie kassiert, doch die Eisbären verloren den Puck, Connor James schaltete schnell, passte clever in den Lauf von Evan Kaufmann und der derzeit torgefährlichste Stürmer der DEG schloss den Konter ganz sicher ab. Nur 13 Sekunden vor der ersten Pause, in Unterzahl – viel spektakulärer geht es nicht.

Denkste. Denn was die Hausherren im zweiten Durchgang auf das Eis zauberten, hat man im ISS Dome vielleicht noch nie gesehen. Nur 99 Sekunden nach Wiederbeginn scheiterte Mark McCutcheon nach tollem Doppelpass mit Adam Courchaine an Zepp – es war der Auftakt zu einer reinen Düsseldorfer Drangphase, in der den Eisbären kaum Luft blieb.

Der Lohn: Jason Holland ließ seinem Doppelpack vom 5:2-Sieg gegen Straubing am Sonntag einen weiteren Treffer in Überzahl folgen. Weiter mit einem Mann mehr auf dem Eis trafen Andy Hedlund und Roach nur den Pfosten. Ebenfalls in Überzahl nutzte dagegen Florian Busch die fast einzige Chance für Berlin im Mittelabschnitt zum 1:2 – nur eine Sekunde vor der Pause. Auch spektakulär.

Doch Courchaine fand die richtige Antwort und knallte den Puck im Konter zum 3:1 in den kurzen Winkel – das 100. Saisontor der DEG. Das war spitze. Der Anschluss von Alexander Weiß änderte daran nichts, denn James und McCutcheon belohnten sich mit dem 4:2 und 5:2 für eine starke Leistung selbst und damit auch die DEG, die den achten Sieg in Serie feierte. Das Derby morgen (18.30 Uhr) in Krefeld kann kommen.


Statistik

Düsseldorfer EG - Eisbären Berlin 5:2 (1:0, 1:1, 3:1). - Tore: 1:0 Kaufmann (19:47), 2:0 Holland (26:15), 2:1 Busch (39:59), 3:1 Courchaine (42:00), 3:2 Weiß (44:46), 4:2 James (49:59), 5:2 McCutcheon (58:48). - Schiedsrichter: Piechaczek (Finning). - Zuschauer: 6253. - Strafminuten: Düsseldorf 10 - Berlin 16.

Quelle: RP

 
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