DEG: Düsseldorfer Blamage in Duisburg
VON ANDRE SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 17.02.2009 - 22:33Die Düsseldorfer EG gehört zu den teuersten Teams der Liga. Zumindest beim EV Duisburg. Der Tabellenletzte der Deutschen Eishockey Liga hantiert nämlich ein neuartiges „Preissystem”. Drei Kategorien gibt es: Kein Eintritt. Wenig Eintritt. Oder voller Eintritt.
Eine Reaktion von Klubchef Ralf Pape auf die desaströsen Leistungen seiner Füchse in dieser Saison. Die DEG ist einer von vier Klubs, gegen den der Normalpreis erhoben wird. Offensichtlich passt sich auch der Einsatz der Heimmannschaft dem Eintrittspreis an. Zumindest manchmal. Denn statt eines einfachen Durchmarsches für die Düsseldorfer rieben sie sich an engagierten, kämpferischen Füchsen auf und verloren verdient mit 0:1 (0:0, 0:1, 0:0).
Ohne den verletzten Evan Kaufmann, dafür aber mit Fabio Carciola in der dritten Reihe agierte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis eigentlich ganz gefällig. Die Abwehr stand gut, eine 3:5-Unterzahl wurde überstanden, gegen Ende des ersten Abschnitts hatten Rob Collins und Andy Hedlund sogar zwei dicke Chancen für die Rot-Gelben.
Statistik
Füchse Duisburg - DEG Metro Stars 1:0 (0:0, 1:0, 0:0). - Tor: 1:0 Ask (32:54). - Schiedsrichter: Looker (Neuss). - Zuschauer: 2185. - Strafminuten: Duisburg 10 - Düsseldorf 10
Doch wirklich gefährlich wurden die Düsseldorfer zu selten, sie ließen sich auf das kämpferische, aber lahme Spielniveau der Gastgeber herab. Der EVD witterte hingegen Morgenluft, machte langsam mehr Druck und belohnte sich selbst durch den Treffer von Morten Ask, dessen Schuss DEG-Torhüter Jamie Storr über die Schulter rutschte. Der Rückstand musste nicht sein, denn die Düsseldorfer hätten ihre technische Überlegenheit viel öfter ausspielen müssen. Brandon Reid setzte sich zwei Mal schön durch.
Doch beim ersten Mal scheiterte er am eigenen Egoismus, dann mit Pech. Auf der anderen Seite musste Storr sein Team mit einer Glanzparade gegen Peter Abstreiter vor einem höheren Rückstand bewahren. Abwehrspieler Marian Bazany, nicht gerade für Torgefahr bekannt, legte freistehend vor dem Gehäuse noch einmal ab. Ins Nichts. So plätscherte die Partie immer weiter vor sich hin. Duisburg verlagerte sich auf Konter, spielte die Scheibe blind aus dem eigenen Drittel heraus.
Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode gegen den Ex-Tabellendritten, der sich einfach weigerte, den Gastgeber unter Druck zu setzen. Kurz vor Schluss hätte Jan Alinc alles klarmachen können. Doch der tschechische Füchse-Akteur traf bei seinem ersten Versuch den Außenpfosten. Beim zweiten Mal scheiterte er an Jamie Storr.
Der Torhüter bewahrte sein Team vor einer schlimmeren Blamage. Sekunden vor Schluss hatte Brandon Reid den Ausgleich auf dem Schläger, doch verfehlte er das Tor. Die Niederlage ist schmerzhaft, denn die drei Punkte fehlen den Rot-Gelben erst einmal im Kampf um den dritten Platz. Und am Freitag gastiert ein Top-Team im ISS Dome: die Adler Mannheim. Bei einer weiteren Niederlage wäre das Heimrecht in den Play-offs stark gefährdet.
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