DEG: Ein Umbruch droht
zuletzt aktualisiert: 16.10.2009 - 10:05Der Vertrag von DEG-Kapitän Daniel Kreutzer läuft am Ende der Saison aus – damit ist er nicht allein. Denn bis auf Patrick Reimer, Rob Collins, Adam Courchaine, Evan Kaufmann, Mark Murphy und Jason Holland hat kein Düsseldorfer noch einen Kontrakt für das kommende Jahr.
Selbst Trainer Harold Kreis, der auch als Trainer bei den ZSC Lions Zürich im Gespräch ist, nicht. Noch hat Manager Lance Nethery keine Gespräche über Vertragsverlängerungen geführt – das liegt vor allem daran, dass er noch nicht mit einem festen Etat planen kann.
"Wir müssen wissen, wo wir finanziell stehen. Wir werden bis Ende Oktober sehen, wie wir zuschauermäßig stehen, und darauf müssen wir eventuell reagieren", sagt Nethery, der das Derby gegen Köln am 30. Oktober abwarten will. Da sollen deutlich mehr Fans in den ISS Dome kommen, denn bisher wurde noch nicht einmal die 5000er-Marke bei den Besuchern geknackt.
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Das wirkt sich zusammen mit der Weltwirtschaftskrise natürlich auf den Mannschafts-Etat aus, der derzeit bei rund 4,5 Millionen Euro liegt. "Weniger Zuschauer und weniger Sponsoren bedeutet normalerweise, dass man weniger Geld hat. Das heißt wahrscheinlich, dass die Spieler weniger bekommen", sagt Nethery lakonisch. "Im Unterschied zu anderen Firmen können wir nicht einfach weniger Personal einstellen. Wir können nicht sagen: Wir spielen jetzt nur noch mit zehn Spielern."
Und Nethery ergänzt: "Wir werden nur Geld ausgeben, das wir auch haben. Dank Joachim Suhr und Elmar Schmellenkamp sind wir schuldenfrei. Das soll auch so bleiben." Allerdings scheidet Geschäftsführer Schmellenkamp zum 30. April nächsten Jahres aus seinem Amt aus – die DEG stünde vor einem totalen Umbruch, wenn sie dazu auch noch das Gros ihrer Spieler nicht weiterverpflichten könnte.
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