DEG: Entwarnung bei Storr
VON ANDRÉ SCHAHIDI UND PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 24.11.2007 - 08:35Lance Nethery hat schon bessere Zeiten erlebt. Hinter dem Trainer-Manager der DEG liegen schwere Wochen. Zunächst der Rausschmiss von Trainer Slavomir Lener. Dann die Trennung des Eishockey-Klubs von Verteidiger Robert Kantor.
Zuletzt noch ein Schicksalsschlag: Netherys Frau Liz erlitt vor zwei Wochen einen Schlaganfall. „Sie kämpft wie ein Tier“, sagt der Kanadier über seine Angetraute, die sich jedoch auf dem Weg der Besserung befindet.
Als hätte Nethery nicht schon genug Ärger, wirbelte sein Schlussmann die Pläne des 50-Jährigen auch noch durcheinander. Denn im DEL-Spiel gegen Wolfsburg am Donnerstag (3:1) verletzte sich Torhüter Jamie Storr am Knie. Netherys erste Vermutung: Kreuzbandriss. Doch eine Kernspin-Tomographie brachte halbwegs gute Nachrichten. Kein Riss, sondern nur eine Zerrung, dazu kleinere Innenband- und Meniskusblessuren. Ausfallzeit vier bis sechs Wochen.
„In Anbetracht der Umstände bin ich definitiv erleichtert“, gibt Nethery zu. „Ich dachte, Jamie würde die restliche Saison ausfallen.“ Storr selbst wirkte zunächst jedoch völlig ratlos, sah bei weitem nicht so entspannt aus wie sonst. „Ich hatte noch nie eine Verletzung, das bin ich überhaupt nicht gewohnt“, sagt der Kanadier. „Das ist eine komplett neue Erfahrung.“ Für Storr wird nun Nachwuchs-Torhüter Jochen Reimer bereits morgen (18.30Uhr) bei den Füchsen Duisburg zwischen den Pfosten stehen. „Er ist fähig dazu“, sagt die Nummer eins über seinen Ersatzmann. „Das Team weiß, was es an Jochen hat.“
Der 22-Jährige traut sich die Aufgabe ebenfalls zu: „Das ist eine Riesenchance für mich. Das wird schon klappen.“ Die kurze Ausfallzeit Storrs erleichtert Lance Netherys Job. Wäre „Storrzy“ für den Rest der Saison ausgefallen, hätte Nethery die letzte Ausländerlizenz für einen neuen Torhüter geopfert. Nun hat er weiter die Option, nach dem Abgang Kantors die Abwehr zu verstärken. „Ich will aber erstmal gesichert wissen, dass Jamie bald wieder fit wird“, erklärt der Coach.
Morgen in Duisburg ist es nun an Reimer und dem Rest des Teams, Netherys Stress weiter zu verkleinern. Denn zu erwähnen ist, dass das Team mit dem 3:1 gegen Wolfsburg bereits den dritten Sieg in Folge feierte. „Gegen Duisburg soll der vierte folgen“, fordert der Trainer.
Am Dienstag (19.30 Uhr, ISS Dome) folgt dann der alte rheinische Schlager gegen die Kölner Haie. Die Stehplatzkarten sind bereits komplett vergriffen, es sind aber noch 3000 Sitzplatztickets verfügbar. Karten gibt es unter der Hotline 01805-644332 oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.
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