DEG: Fehlstart der DEG ist komplett
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 - 20:50Nach der 2:5-Niederlage am Freitagabend in Iserlohn verloren die Düsseldorfer Eishockey-Profis gestern auch ihr zweites Punktspiel der Saison. Der Deutsche Meister Hannover Scorpions siegte mit 3:2.
Bei den Hannover Scorpions erlebte Derek Dinger, Last-Minute-Zugang der DEG Metro Stars, wie schnell es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zugehen kann. Der von den insolventen Kassel Huskies transferierte Verteidiger erhielt von Trainer Jeff Tomlinson das Vertrauen in der Anfangsformation. Der pfeilschnelle 23-Jährige stürmte in der neunten Minute munter nach vorne, holte sich den tief gespielten Puck und machte alles richtig, als er auf Tyler Beechey zurücklegte. Doch dessen Querpass fingen die Hausherren ab und fuhren einen blitzschnellen Konter, den der gebürtige Düsseldorfer Nikolaus Mondt eiskalt zur 1:0-Führung der Scorpions nutzte.
Statt seines ersten Assists im Dress der DEG hatte Dinger so sein erstes Minus (in der Statistik von erzielten und kassierten Treffern bei einem Einsatz auf dem Eis) – die kalte Dusche für den Zugang, der den Saisonauftakt in Iserlohn noch wegen einer Sperre aus der Vorsaison verpasst hatte. Diesen Auftakt hatten die Metro Stars mit 2:5 verloren, gestern gab es im zweiten Spiel die zweite Niederlage, diesmal mit 2:3 (0:1, 1:0, 1:2).
Hannover Scorpions - Düsseldorfer EG 3:2 (1:0, 0:1, 2:1)
Tore: 1:0 Mondt (8:19), 1:1 Kreutzer (29:34), 1:2 Hofland (47:42), 2:2 Dolak (51:11), 3:2 Dzieduszycki (59:13)
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Zuschauer: 3687
Strafminuten: Hannover 12 - Düsseldorf 10
Dabei hatten die Gäste beim Meister furios begonnen, in den ersten zwei Minuten durch Schüsse von Jason Holland, Rob Collins, Sascha Pokulok und Connor James Hannovers Torwart Travis Scott ernsthaft geprüft. Auch nach dem Gegentor hielt die DEG den Druck aufrecht, nutzte aber selbst eine fast zweiminütige 5-3-Überzahl nicht: Andy Hedlund zog viermal ziemlich planlos ab, Andy Roach traf wenigstens den Pfosten.
Nach dem ersten Seitenwechsel änderte Trainer Tomlinson seine Anfangsformation und stellte Dinger an die Seite des defensivstärksten Verteidigers, Marian Bazany, während Roach zu Hedlund rückte. „Dinger hat in der Vorbereitung nicht viel gespielt. Wir wollen schauen, wie er sich entwickelt. Wir haben viele Rechtshänder und basteln da noch, wer am besten zu wem passt“, erklärte Tomlinson, der im Schlussabschnitt die Rolle rückwärts machte – und das mit Folgen: War die Abwehr in Abschnitt zwei stabiler gewesen (was zum 1:1 durch Daniel Kreutzer geführt hatte), wackelte die Defensive in den letzten 20 Minuten wieder mehr.
Zwar durfte Diego Hofland zunächst sein erstes DEL-Tor erzielen, doch das brachte nicht die ersten Punkte, da Thomas Dolak und Matt Dzieduszycki die Partie noch spät drehten. Beim entscheidenden Treffer saß Kreutzer wegen Hakens auf der Strafbank. „Ich kriege den Schläger nicht aus den Beinen von dem raus“, meinte der Kapitän. „Die Strafe kann man geben, aber nicht unbedingt zwei Minuten vor dem Ende, wenn es Unentschieden steht. So hat der Schiedsrichter das Spiel mitentschieden.“
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