DEG: Grand-Pierre beendet Krise
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 18.12.2006 - 00:56Das Positivste vorweg: Nach drei Niederlagen in Serie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gelang der DEG in Augsburg endlich wieder ein „Dreier”. Womit eigentlich aber auch gleich der Großteil der Partie erzählt ist. Denn es war hauptsächlich einer Ein-Mann-Show von Verteidiger Jean-Luc Grand-Pierre zu verdanken, dass die DEG mit einem letztlich ungefährdeten 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)-Sieg im Gepäck nach Hause fuhr.
Don Jackson hatte nach der Niederlage am Freitag in Hamburg die Reihen umgestellt. Benjamin Barz rückte in die zweite Sturmreihe neben Johnson und Schneider, dafür wurde Patrick Reimer neben Nils Antons in die vierte Formation verbannt. Eine zweifelhafte taktische Maßnahme, denn Barz fiel dank dummer Strafzeiten hauptsächlich auf der Sünderbank auf. Dafür blieb Reimer das komplette Spiel hinter der Bande.
Es war allerdings nicht leicht, sich im eiskalten und mit 2897 Zuschauern eher spärlich gefüllten Curt-Frenzel-Stadion wirklich positiv zu unterscheiden. Zu sehr plätscherte die Partie lange Zeit vor sich hin. Immerhin die DEG präsentierte sich in der Defensive im Vergleich zum Freitag wieder deutlich kompakter. Was gegen erschreckend harmlose Augsburger, die wohl zu Recht auf dem drittletzten Platz in der Tabelle herumdümpeln, nicht die schwierigste Aufgabe war.
Es gelang aber zumindest einem Akteur der Metro Stars, nach der Partie im Gedächtnis haften zu bleiben: Jean-Luc Grand-Pierre. Nach einem schlimmen Fehlpass bereits nach fünf Sekunden schoss der Franko-Kanadier in der Folge mit drei Schlagschusstoren im ersten und letzten Drittel die Panther im Alleingang ab. Dabei musste der schussgewaltige Verteidiger seinen ersten Treffer noch vehement einfordern - die Statistik benannte fälschlicherweise Jeff Panzer als Torschützen.
Zwischendurch war es Nolan Pratt, der die DEG zu Beginn des Mittelabschnitts auf Rosen bettete. Mit dem Schlittschuh fälschte der AEV-Verteidiger einen Querpass von Rob Collins unhaltbar zum 2:0 ins eigene Tor ab. Ein befreiender Treffer für die Metro Stars, die nun zumindest einige Minuten deutlich sicherer agierten.
Doch das Tor von Stefan Tölzer zwei Minuten vor der Drittelpause legte den Mangel an Selbstvertrauen bei den Düsseldorfern erschreckend offen. Mit viel Glück hielt vor allem Jamie Storr in dieser Phase die Führung fest. Es war allerdings auch der einzig spannende Abschnitt in der Partie, die Grand-Pierre mit zwei weiteren Hammerschlägen endgültig entschied. Jamie Storr würdigte die Leistung des Verteidigers: Er schob Grand-Pierre nach dem Spiel zur Ein-Mann-Ehrenrunde in Richtung Gästeblock.
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