DEG: Hoffen auf den Storr-Effekt
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 04.01.2008 - 08:55Jochen Reimers Leidenszeit ist vorbei. Wenn die DEG heute Abend (19.30 Uhr) in der Deutschen Eishockey Liga gegen den Tabellenzweiten aus Frankfurt antritt, wird sich der Torhüter das Geschehen von der Bank aus anschauen. Und aktuell wird der 22-Jährige darüber gar nicht so unglücklich sein.
Denn Reimer blickt auf alles andere als optimal verlaufene sechs Wochen zurück, in denen er die Nummer eins der Düsseldorfer sein musste. In 14 Spielen kassierte er 56 Gegentreffer - und zuweilen auch eine Menge Mitleid. Denn Reimer trägt allenfalls eine Mitschuld an der aktuellen Misere des Altmeisters, die in Tabellenplatz zehn gipfelt.
Nun kehrt jedoch wieder Hoffnung an der Brehmstraße ein. Denn Jamie Storr, der Rückhalt im Kasten der Metro Stars, meldet sich nach seiner Knieverletzung, die er Ende November gegen Wolfsburg erlitt, zurück. „Jamie hat bereits die komplette Woche trainiert“, berichtet Trainer-Manager Lance Nethery.
„Das Knie hält, es sieht so aus, als sei er nie weggewesen.“ Die Rückkehr Storrs dürfte Nethery einige Sorgenfalten von der Stirn wegzaubern. „Ich hoffe, dass Jamie der Mannschaft noch einmal einen positiven Impuls verpassen kann“, sagt der Kanadier über seine Führungsperson im Kasten.
Während die DEG nur heute antreten muss, steht am Sonntag noch ein kompletter DEL-Spieltag auf dem Programm. „Wir sollten das nutzen, uns mental komplett auf dieses eine Spiel gegen Frankfurt vorzubereiten“, sagt Nethery, der betont, dass die verbleibenden 18 Vorrundenpartien von eminenter Bedeutung sind. „Wir haben nun nur Play-off-Spiele und müssen jetzt von Partie zu Partie denken, um in der Tabelle wieder nach vorne zu kommen.“
Vorteilhaft für dieses Unterfangen ist sicherlich, dass sich in Tore Vikingstad und Patrick Reimer zwei weitere Akteure aus dem Krankenlager zurückmeldeten. Somit kann Nethery wieder auf die „KVK“-Reihe, bestehend aus Kreutzer, Vikingstad und Kathan, setzen. Auch die übrigen Reihen werden durchgemischt.
So findet sich Charlie Stephens in der vierten Reihe neben Peter Boon und Fabio Carciola wieder. „Ich hoffe, dass er weiter hinten auf dem Eis weniger Druck verspürt und endlich mal das spielt, was er kann“, betont Nethery. „Er soll Härte in unser Spiel bringen und nicht denken, dass Schönspielerei reicht.“
Das Verletzungspech bleibt den Metro Stars dennoch auch im neuen Jahr weiter treu. Gestern verletzte sich André Schietzold im Training. Er brach sich bei einem Schlagschuss von Andy Hedlund den großen Zeh.
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