DEG: Hoffen auf Nowak
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 26.11.2009 - 07:06Der Nachwuchs hat es schwer in der Deutschen Eishockey Liga – aber der 19-Jährige könnte mit viel Geduld den Sprung schaffen. Am Freitag (19.30 Uhr im Live-Ticker) kommen erst einmal die Krefeld Pinguine in den ISS Dome.
Bei der DEG ist die Vorfreude auf morgen Abend groß. Nicht nur, weil dann die Krefeld Pinguine zum rheinischen Eishockey-Derby in den ISS Dome kommen und daher ab 19.30 Uhr endlich wieder mit einer stattlichen Kulisse gerechnet werden darf. Auch die sportlichen Voraussetzungen stimmen nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison: Sowohl beim 7:3-Coup in Berlin als auch beim 5:1 daheim gegen Wolfsburg überzeugte die DEG rundherum.
Dennoch wird die sportliche Leitung der Metro Stars ein Thema nicht los, das sowohl Manager Lance Nethery als auch Trainer Harold Kreis sichtlich nicht angenehm ist. "Immer wieder erreichen uns E-Mails, warum wir so selten junge Spieler in der DEL einsetzen", sagt Nethery. Dass der Nachwuchs also vielen Leuten am Herzen liegt, ist ihm wie Kreis mehr denn je bewusst geworden – große Änderungen stellt er allerdings nicht in Aussicht.
"Das ist mehr ein Problem des Deutschen Eishockey-Bundes", meint Nethery. "Der hat seine Ligen nicht im Griff. Dort spielen zu viele ältere Profis und Ausländer, die jungen Leute sitzen meist auf der Bank." Darunter leide die Ausbildung, folgert Nethery – und daher fehle dem Nachwuchs das Rüstzeug für die oberste Liga, eben die DEL.
"Der größte Fehler war zudem, die Nachwuchsliga DNL auf Spieler bis 17 Jahre zu begrenzen", ergänzt der Manager. "Wir wollten die Welt neu erfinden, aber das hat nicht geklappt. Überall sonst dürfen auch 19-Jährige in der Nachwuchsklasse spielen, nur in Deutschland nicht." Dass sich dies teilweise in der nächsten Saison ändern werde, sei endlich ein richtiger Schritt.
Immerhin gebe es die Chance, dass Marco Nowak nach den positiven Beispielen Robert Dietrich, Alex Sulzer und Korbinian Holzer wieder ein Mann aus dem eigenen Nachwuchs werden könne, der den Sprung schafft. "Er nimmt die richtige Entwicklung, könnte in den nächsten zwei Jahren weit kommen", sagt Harold Kreis.
Dennis Fischbuch trifft es da in Herne schlechter an. "Er kommt dort nur bei jedem sechsten Wechsel zum Einsatz, allerdings nie bei Unter- oder Überzahl", berichtet Nethery über den Förderlizenzler der DEG frustriert. "Da frage ich mich doch glatt, ob es für ihn nicht besser wäre, er würde bei uns trainieren." Selbst wenn es zum Spielen in der DEL sicher nicht reicht.
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