DEG: Holland hält DEG an der Spitze
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 13.12.2010 - 08:49Der Verteidiger trifft beim 5:2-Sieg über die Straubing Tigers zweimal. 5113 Zuschauer sehen den Auftritt des Tabellenführers der Deutschen Eishockey Liga. Es ist der 14. Sieg aus 16 Spielen und der siebte in Folge.
Am 21. November gelang Jason Holland sein erstes Saisontor - der Verteidiger der DEG Metro Stars war gegen seinen ehemaligen Klub in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), den ERC Ingolstadt, erfolgreich gewesen. Damit hatte der 34-Jährige den Grundstein zum 3:2-Erfolg gelegt, der wiederum die Siegesserie startete: Mit dem 5:2 (3:1, 1:1, 1:0) gestern gegen die Straubing Tigers feierten die Rot-Gelben den siebten Sieg in Serie und gar den 14. Erfolg aus den vergangenen 16 Spielen - sensationell. Damit bleibt die DEG Tabellenführer, auch wenn der EHC Wolfsburg als Tabellenzweiter noch drei Spiele weniger ausgetragen hat.
Und wie vor drei Wochen gegen Ingolstadt legte Holland erneut den Grundstein, der Deutsch-Kanadier hämmerte den Puck in zwei Überzahlspielen zum 1:0 und 3:0 in die Maschen. Nach gerade einmal elf Spielminuten war somit die Frage nach dem Sieger der Partie schon so gut wie beantwortet, denn die DEG beherrschte das Geschehen auf dem Eis eindeutig. Daran änderten auch die beiden Gegentreffer nichts, denn selbst wenn Straubing verkürzte, hatten die Hausherren im mit 5113 Zuschauern - davon rund 950 per Sonderzug aus Straubing angereiste Tigers-Fans - gut gefüllten ISS Dome eine Antwort parat. Etwa Evan Kaufmann, der auf das 2:3 der Gäste das 4:2 folgen ließ und damit die Wahl zum DEG-„Spieler des Monats“ eindrucksvoll untermauerte. „Wir wollen weiter besser werden“, sagte der eingedeutschte US-Amerikaner, der inzwischen sehr gut in der Sprache seiner Wahlheimat reden kann. „Wir vertrauen uns defensiv wie offensiv. Ich denke, wenn wir jedes Mal 60 Minuten so spielen, werden wir viele Spiele gewinnen“, sagte Kaufmann auf deutsch.
Obwohl Holland schon drei Jahre länger - seit 2005 - als Kaufmann in Deutschland spielt, hat er sich mit der deutschen Sprache noch nicht recht angefreundet. Dafür aber mit dem neuen Spielsystem der DEG unter Trainer Jeff Tomlinson: „Wir werden immer besser in diesem System. In das zweite Drittel sind wir zwar ein bisschen langsam reingekommen, aber dafür war das dritte unser bestes Drittel“, sagte Holland, ohne seinen Doppelpack überbewerten zu wollen: „Das Gefühl in unserem Team ist einfach sehr stark.“ Daniel Kreutzer freute die verteidigte Tabellenführung natürlich, doch der Kapitän warnte auch: „Es gibt immer noch Dinge, die wir verbessern können. Als Spitzenmannschaft dürfen wir nie nachlassen und müssen schauen, dass das jedes Spiel so bleibt.“ Und Holland ergänzte: „Wir spielen immer noch nicht unser bestes Hockey.“ Das darf die Konkurrenz ruhig als Drohung verstehen.
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