EDEG: Jetzt will die DEG mehr
VON MAXIM ZIEGLER - zuletzt aktualisiert: 22.11.2007 - 09:39Der Grundstein zur Aufholjagd ist gelegt. Die Düsseldorfer Eishockey-Profis haben bei den Siegen in Berlin (3:2) und Ingolstadt (6:2) überzeugt, müssen nun am Donnerstag (19.30 Uhr, ISS Dome) gegen Wolfsburg nachlegen.
Busfahrer Peter Flassig drückt vor der Ingolstädter Saturn-Arena zufrieden auf die Hupe, Teamleiter Walter Köberle ruft mit einem Lächeln im Gesicht: „Abfahrt!“ Zufrieden klettern die Sieger ins Teamgefährt, gegen 4.30 Uhr erreichen die müden DEG Metro Stars die Brehmstraße - mit der Gewissheit im Gepäck: Der Drei-Tages-Trip hat sich vollends gelohnt. Der zwischenzeitlich abgestürzte, selbsternannte Titelkandidat der Deutschen Eishockey Liga kehrte mit der Maximal-Ausbeute von sechs Punkten von den Auswärtsaufgaben in Berlin (3:2) und Ingolstadt (6:2) zurück, hat in der Tabelle wertvollen Boden gut gemacht.
Jetzt wollen die Düsseldorfer mehr. „Es wäre schön, nun auch mal vor den eigenen Fans im Dome gut zu spielen“, sagt Kapitän Daniel Kreutzer. Klar, dass er schon heute (19.30 Uhr) an der Theodorstraße gegen Aufsteiger Grizzly Adams Wolfsburg auf ein weiteres Erfolgskapitel hofft. „Aber die Tabelle interessiert mich momentan überhaupt nicht. Es ist doch noch gar nichts passiert“, erklärt Kreutzer. „Viel entscheidender ist, dass wir gut gespielt haben. Wir stehen sehr kompakt, arbeiten gut und sind uns auch nicht zu schade, die Scheibe einfach mal wegzuhauen. So müssen wir unbedingt weitermachen, dann kommen wir auch dahin, wo wir von Anfang an hin wollten.“
Einen Platz unter den ersten vier meint der Käpt’n damit - und die jüngsten beiden Auftritte nähren die Hoffnung, dass das durchaus noch im Bereich des Machbaren ist. „Endlich spielen wir so, wie wir schon immer hätten spielen sollen“, meint Angreifer Fabio Carciola. „Wir machen die kleinen, wichtigen Dinge viel besser. Wir spielen nicht mehr so kompliziert, treten als echtes Team auf. So macht es Spaß.“ Sein Kollege Patrick Reimer ergänzt: „Wir arbeiten härter, wir sind besser eingestellt. Man sieht, wie die Leute jetzt mit- und füreinander kämpfen.“
Fragt sich nur, warum die gut bezahlten Profis diese Berufsauffassung nicht schon unter der Regie von Ex-Trainer Slavomir Lener an den Tag legten. „Mit dem ersten Spielabschnitt war ich überhaupt nicht zufrieden“, stellte allerdings Trainer und Manager Lance Nethery nach dem Sieg bei den Panthern klar. „Wir waren nur zwei Drittel gut - nein, sogar sehr gut. Das hat gereicht, zeigt aber auch, dass noch ein langer Weg vor uns liegt.“
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