DEG Metro Stars: Kaufmann krönt DEG-Serie
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 30.11.2010 - 10:53Die Eishockey-Profis haben zehn ihrer jüngsten zwölf Spiele gewonnen, und der Deutsch-Amerikaner erzielte am Wochenende fünf Treffer. Ein Wermutstropfen war die Zuschauerzahl: Nur 3372 kamen gegen Nürnberg.
Der Stürmer des Spiels steht im Kabinengang und strahlt. Evan Kaufmann hat beim 5:0-Sieg der DEG Metro Stars über die Nürnberg Ice Tigers drei Treffer in Folge erzielt und damit seinen Doppelpack vom 4:3-Sieg zuvor in Straubing noch übertroffen. "Ich kann mich nicht erinnern, mal fünf Tore an einem Wochenende geschossen zu haben", sagt der Deutsch-Amerikaner, während Nationalstürmer Simon Danner sich einen Eimer mit Pucks schnappt und seinen Kollegen damit bedrängt: "Nimm einen Puck, Evan, nimm einen Puck."
Mit Blick auf seinen Hattrick und den Sprung auf Platz drei der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ergänzt Kaufmann: "Es war ein gutes Wochenende für das Team. Wenn wir unser System beibehalten, sind wir schwer zu schlagen. Wir hatten anfangs Höhen und Tiefen, aber jetzt sind wir auf dem Gipfel. Wir müssen schauen, dass wir das halten."
Heimspiele 11 -
Besucher gesamt 51313 -
Schnitt 4664
Zuschauertabelle Die DEG liegt auf Platz fünf hinter Berlin (Schnitt 13.891 Zuschauer/12 Spiele), Mannheim (9260/12), Köln (8684/11) und Hamburg (6865/10)
Die ersten beiden Treffer hatte der 26-Jährige in Überzahl erzielt, den dritten im Konter. "Nachdem die ersten beiden drin waren, fühlte es sich vor dem dritten auch ganz gut an", beschreibt Kaufmann, während neben ihm Kollege Patrick Reimer fordert: "Jetzt wird es aber mal Zeit, dass Evan einen ausgibt."
So gut die Stimmung nach dem Sieg auch war, gab es einen Wermutstropfen: Trotz der fantastischen Serie mit zehn Siegen aus zwölf Spielen kamen nur 3372 Zuschauer in den ISS Dome. Die Anwesenden bemühten sich zwar, sangen am Ende des Spiels, starteten la ola und machten mit dem Team die "Humba", aber die Zahl war schlicht enttäuschend.
Danner formulierte: "Wir wollen, dass viele Fans kommen. Bis jetzt haben wir es nicht geschafft, aber wir arbeiten daran." Deutlicher wurde sein Trainer, Jeff Tomlinson. "Das ist frustrierend, deprimierend. Mir tun meine Jungs leid, die sicher mehr Fans verdient haben." Und "Tommer" berichtete sogar, er habe vor dem Spiel mit seinem Trainerteam die Zuschauerzahl geschätzt. "Ich habe verloren. Ich hatte 4600 gesagt. Ich war zu optimistisch", sagte Tomlinson seufzend.
Woran es liegt, dass so wenig Leute kommen, kann der Trainer nicht erklären. "Ich werde oft angesprochen: ,Hey, Glückwunsch zum Sieg', aber wenn ich dann frage: ,Wart ihr da?', höre ich immer: ,Nein'. Dabei kriege ich jedes Mal einen anderen Grund zu hören."
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