DEG: Knapper Erfolg in Nürnberg
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 23.12.2009 - 22:23Die erste gute Nachricht vorweg: Der organisatorische Rahmen beim Duell zwischen den Nürnberg Ice Tigers und der Düsseldorfer EG hat gepasst – die DEG war pünktlich vor Ort und auch das Eis entsprach 60 Minuten lang den Bestimmungen der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Doch das waren nicht die einzigen positiven Aspekte aus Sicht der Düsseldorfer, denn das Team von Trainer Harold Kreis spielte auch noch solides Eishockey und gewann am Ende mit 2:1. In der Tabelle sprangen die Rot-Gelben auf Platz zwei zurück, weil zeitgleich Frankfurt gegen Krefeld (2:4) verlor.
Im ersten Drittel entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel ohne viele Höhepunkte. Die DEG konnte meist nur von der blauen Linie aus Gefahr erzeugen. Verteidiger Chris Harrington zum Beispiel durfte gleich dreimal hintereinander Nürnbergs Torhüter Patrick Ehelechner prüfen – ohne Erfolg.
Besser machten es die Hausherren: Nach wunderschöner Vorarbeit von Rob Leaskmusste Andre Savage nur noch den Schläger hinhalten um den Puck ins Gehäuse von DEG-Goalie Jean-Sebastien Aubin zu befördern. Die Düsseldorfer mühten sich zwar redlich, konnten sich aber nicht oft im gegnerischen Drittel festsetzen um Druck aufzubauen.
Das änderte sich im zweiten Durchgang. Die DEG kam deutlich besser in die Partie und hatte durch Rob Collins und Mark Murphy gute Chancen den Ausgleich zu erzielen, doch Ehelechner, der vor dem Spiel von einem Eishockey-Magazin als Spieler des Monats November ausgezeichnet wurde, bewies weiter Klasse und parierte zweimal stark.
Schiedsrichter: Klau (Griesenbrauck-Sümmern).
Zuschauer: 4396.
Tore: 1:0 (8:44) Savage (Leask, Ask), 1:1 (33:20) Murphy (Collins, Holzer; 4-5), 1:2 (41:31) MacDonald (Holland).
Strafminuten: Nürnberg 12, DEG 22 + 10 Collins.
Die Paradedisziplin der Gäste heißt in dieser Spielzeit Unterzahlspiel und das zeigte die Truppe von Harold Kreis eindrucksvoll. Die DEG blieb nicht nur in insgesamt neun Unterzahlspielen ohne Gegentor, sondern erzielte durch Murphy sogar das 1:1 mit einem Mann weniger auf dem Eis. Der Stürmer schnappte sich im Mitteldrittel den Puck, lief alleine auf Ehelechner zu und umspielte den Torhüter mit viel Geschick – ein schönes Tor.
Kurz vor Ende des zweiten Abschnitts hatte Schiedsrichter Steffen Klau zur Belustigung der Zuschauer seinen großen Auftritt: Der Unparteiische verteilte eine Stockschlag-Strafe gegen Murphy, wobei der Amerikaner seinen Stock bereits einige Meter zuvor verloren hatte.
Auch im Schlussabschnitt vernachlässigten die Nürnberger die Deckung an der blauen Linie. Die Strafe folgte auf dem Fuße: DEG-Verteidiger Jason Holland zog ab, Craig MacDonald hielt den Schläger hin – 2:1 für die Gäste. Nürnberg hatte zwar durchaus die Möglichkeiten noch den Ausgleich zu erzielen, doch am Ende hielt Aubin die drei Punkte fest. Jetzt dürfen die Düsseldorfer erst einmal zwei Tage Weihnachten feiern, bevor es am Samstag nach Hamburg (14.30 Uhr) zum nächsten Auswärtsspiel geht.
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