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DEG: Kurz vor der Olympiapause im Formtief

VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 08:44

Drei Niederlagen in Folge, das erste Wochenende ohne einen einzigen Punkt in dieser Spielzeit und nur noch einen Punkt Vorsprung vor dem Tabellendritten Wolfsburg. Da wollte Harold Kreis, Trainer der DEG Metro Stars, nach der 4:5-Niederlage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Adler Mannheim keine Ausreden suchen: "Wir sind in einem Formtief", erklärte der 51-Jährige unumwunden und kritisierte sein Team für 50 Minuten zu passives Eishockey.

Der ehemalige DEG-Trainer Harold Kreis unterstützt Uwe Krupp erfolgreich.  Foto: RPO
Der ehemalige DEG-Trainer Harold Kreis unterstützt Uwe Krupp erfolgreich. Foto: RPO

"Mit Nachdruck haben wir erst in den letzten zehn Minuten gespielt", sagte Kreis. Zu diesem Zeitpunkt lag die DEG bereits mit 0:5 im Hintertreffen. Zu zaghaft waren die Versuche, Gefahr zu erzeugen, und in der Defensive nutzte Mannheim die Fehler der Hausherren eiskalt aus. "Es war ein Spiel, in dem von Anfang an der letzte Biss gefehlt hat, ein Tor zu machen", sagte Patrick Reimer.

140 Spielminuten lagen zwischen dem Tor von Brandon Reid bei der 2:4-Niederlage in Frankfurt vor einer Woche und dem Treffer des deutschen Nationalspielers zum 1:5 gegen die Adler. "Wir hatten Chancen, haben den Puck aber nicht über die Linie gebracht. Wir hatten eine Blockade. Das Tor von Patrick hat diese Blockade gelöst", erklärte Kapitän Daniel Kreutzer und sprach von einem Kopfproblem: "Der Kopf macht mehr als 50 Prozent im Sport aus."

Reimer war weniger froh über sein persönliches Erfolgserlebnis als über die anschließende Reaktion des gesamten Teams. "Zum Glück hat sich die Mannschaft aufgerappelt und nochmal Einsatz gezeigt", sagte der Stürmer und lag damit auf einer Wellenlänge mit seinem Trainer. "Das einzig Positive ist, dass wir das 0:5 nicht hingenommen und nicht die Segel gestrichen haben", meinte Kreis. Die DEG spielte nach dem 1:5 befreit auf und kam sogar noch auf 4:5 heran, doch der Ausgleich wäre am Ende nicht leistungsgerecht gewesen. "Wir müssen dahin zurückkehren, das Eishockey der letzten zehn Minuten durchgehend zu spielen", forderte der Coach und war glücklich, dass sein Team erstmals in diesem Kalenderjahr kein Spiel unter der Woche absolvieren muss.

Zwei Partien hat die DEG noch vor der Olympiapause, um den zweiten Tabellenplatz zu festigen: Am Freitag gastieren die Augsburger Panther (19.30 Uhr) im ISS Dome, und heute in einer Woche reisen die Düsseldorfer zum Gastspiel nach Nürnberg. "Das sind zwei wichtige Spiele. Danach werden wir froh sein, die Beine hoch legen zu können", betonte Reimer.

Quelle: RP

 
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