DEG: Lange Pause für Ramsay
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 30.09.2008 - 08:00Der Angreifer in Diensten der DEG Metro Stars hat sich bei der 3:4-Niederlage in Wolfsburg einen Innenbandeinriss im linken Knie zugezogen. Trainer Harold Kreis muss mindestens drei Wochen auf ihn verzichten.
Am Tag danach herrscht rund um die Brehmstraße ein deutlich überhöhtes Maß an Frustration. Das hat gleich mehrere Gründe. Die peinliche 3:4-Niederlage in Wolfsburg gehört ganz bestimmt dazu. Die Düsseldorfer EG schaffte es bei den Niedersachsen nicht, eine 3:0-Führung zu verteidigen. Stattdessen schlitterten sie in den Autostadt am Ende sogar als Verlierer vom Eis.
„So etwas ist mehr als ärgerlich“, sagt Trainer Harold Kreis. Ihn durfte noch viel fuchsiger gemacht haben, dass sich die Metro Stars von einem eigentlich unterlegenen Team den Schneid haben abkaufen lassen - nicht zum ersten Mal in dieser noch jungen Saison.
Doch zu allem Überfluss blieb es nicht bei der sportlichen Enttäuschung. Angreifer Ryan Ramsay verletzte sich am Knie, als er mit Grizzly-Torwart Daniar Dshunussow kollidierte. Innenbandeinriss. Mindestens drei Wochen Pause. Eine ernüchternde Diagnose aus der medizinischen Abteilung. „Wir hatten am Anfang befürchtet, er würde mit einem Kreuzbandriss die ganze Saison ausfallen“, sagt Kreis.
„Drei Wochen können wir noch ganz gut überbrücken.“ Daniel Kreutzer wird eine Reihe vorrücken und mit Shane Joseph und Brandon Reid stürmen. Für den DEG-Kapitän wiederum soll einer aus der Nachwuchsreihe eine Chance auf der rechten Offensivseite bekommen. „Ich denke an Fabio Carciola oder Peter Boon“, bekundet Kreis. „André Schietzold kommt aber genauso in Frage. Ich muss mir das nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.“
Viel größere Kopfschmerzen bereiten dem Übungsleiter indes die permanenten Einbrüche seines Personals auf dem Eis. „Wir müssen offensichtlich erstmal lernen, wie man gewinnt“, sagt Kreis. „Es liegt nicht an Überheblichkeit. Es passieren ein, zwei Fehler und plötzlich ist die Nervosität da.“ Gegen Wolfsburg musste er gerade in der Schlussphase gleich eine Handvoll registrieren.
Die Scheibe wurde nicht konsequent genug aus dem eigenen Drittel gespielt, dafür blieb eine Unterzahlformation statt 30 Sekunden eine ganze Minute auf dem Eis. Kreis: „Es ist eine gewisse mentale Stärke, die uns noch fehlt.“ Die Statistik verdeutlicht ebenfalls recht anschaulich, wo es bei der DEG hapert. Ab der 40. Spielminute kassierte das Team 16 Gegentore, erzielte nur acht Treffer selbst.
Bleibt der Blick in die Zukunft. Am Freitag gastieren die Metro Stars im sauerländischen Iserlohn. Verteidiger Korbinian Holzer will dann nach auskurierter Gehirnerschütterung wieder mit dabei sein. Heute wird er sicherheitshalber noch einmal von einem Spezialisten aus der Schweiz gründlich untersucht.
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