DEG: Metro Stars erkämpfen den Sieg
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 05.11.2010 - 22:42Gegen die Straubing Tigers machten es sich die Metro Stars unnötig schwer, am Ende bejubelten sie nach dem 4:3 aber den vierten Heimsieg dieser Saison im ISS Dome. Am Sonntag (19.35 Uhr) kommt Hamburg dorthin.
Tore waren garantiert beim abwechslungsreichen 4:3 (0:1, 2:2, 2:0)-Zittersieg der DEG Metro Stars gegen die Straubing Tigers. Schließlich standen bei der Partie in Daniel Kreutzer, Derek Hahn und Lee Goren gleich drei der vier Topscorer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf dem glatten Untergrund im mit 3602 Zuschauern diesmal nur sehr spärlich besetzten ISS Dome. Und das Trio ließ sich nicht lange bitten.
Die beiden besten Schützen auf Gästeseite zeigten nach drei Minuten bereits, warum sie in der Rangliste ganz oben zu finden sind: Hahn und Goren spielten in Überzahl per Doppelpass die DEG-Hintermannschaft mustergültig aus – Hahn musste nur noch zum 1:0 einschieben. Das Tor war die folgerichtige Konsequenz aus den ersten drei Spielminuten. Die Hausherren wirkten schläfrig, Straubing hingegen war von Beginn an wach und spielte frech auf.
Bei der DEG hatte Trainer Jeff Tomlinson einen Wechsel in der Defensive vorgenommen: Der in letzter Zeit etwas indisponierte Sascha Pokulok bekam eine Auszeit verordnet, dafür durfte Marco Nowak unter den ersten sechs Verteidigern auflaufen. Doch nach nur elf Minuten korrigierte Tomlinson seine Entscheidung und schickte Pokulok wieder aufs Eis. Nowak bekam keine Eiszeit mehr. Dabei hätte der Trainer vermutlich gerne seinen gesamten Defensivverbund gewechselt, derart unsortiert stolperten die Verteidiger umher – insgesamt ein unterirdisches erstes Drittel der DEG.
Statistik
DEG: Aubin (Niederbeger) – Roach, Hedlund; Holland, Dinger; Bazany, Nowak; Pokulok – Reimer, Collins, Kreutzer; Kaufmann, Beechey, James; Courchaine, Murphy, Danner; Hinterstocker, Hofland, Fenton.
Schiedsrichter: Schütz (Moers)
Zuschauer: 3602
Tore: 0:1 (3:43) Hahn (Goren, Canzanello, 5-4), 1:1 (23:39) James (Courchaine, Kaufmann, 5-4), 2:1 (24:54) Danner (Kreutzer, Roach), 2:2 (30:06) Canzanello (Schönbeger, 5-4), 2:3 (33:06) Schönberger (Whitecotton, Trew), 3:3 (44:56) Kreutzer (Reimer, Collins), 4:3 (48:43) James (Hedlund, Beechey)
Strafminuten: DEG 4, Straubing 13 + Spieldauer Stewart.
Im zweiten Abschnitt sorgte Connor James dafür, dass die Düsseldorfer endlich aufwachten. Dem Stürmer gelang in Überzahl der Ausgleich. Die DEG zeigte von nun an Engagement und Kampfgeist und belohnte sich in Person von Simon Danner mit dem 2:1 selbst. Der 23-Jährige nahm den Puck spektakulär mit und schob ihn mit der Rückhand unter den Schonern von Nationaltorhüter Dimitri Pätzold hindurch ins Gehäuse der Straubinger.
Die Gäste antworteten kaltschnäuzig: Andy Canzanello und Sandro Schönberger drehten die Partie erneut. Die DEG wirkte geschockt, bekam aber unverhofft eine fünfminütige Überzahlsituation serviert. Straubings Karl Stewart hatte Marian Bazany von hinten in die Bande gecheckt – der Düsseldorfer konnte aber weiterspielen. Mit einem Mann mehr auf dem Eis gelang der DEG allerdings nicht viel – ein Lattenschuss von Jason Holland war die gefährlichste Annäherung an das Gäste-Tor.
Für das 3:3 sorgte dann der Düsseldorfer Topscorer im Schlussdrittel: Kapitän Kreutzer hielt den Schläger in einen strammen Schuss von Patrick Reimer. Connor James war es schließlich, der die Partie zum dritten Mal und nun entscheidenden Mal drehte. Sein Überzahltreffer brachte der DEG den Sieg, die so sechs Tage nach der 3:7-Heimpleite im Derby gegen die Kölner Haie etwas Wiedergutmachung betreiben konnte. Die nächste Chance gibt es am Sonntag (19.35 Uhr, ISS Dome) gegen Hamburg.
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