DEG: Metro Stars jagen die Eisbären
VON GEORG AMEND UND GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 26.09.2008Die Metro Stars treffen am Freitag (19.30 Uhr, ISS Dome) auf die Übermannschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Doch der Düsseldorfer Trainer Harold Kreis will sich mit seinem Team keineswegs verstecken.
Lance Nethery weiß, was ihn heute Abend erwartet, wenn um 19.30 Uhr der Meister Eisbären Berlin in den ISS Dome kommt. Der Manager der DEG Metro Stars trifft dabei in Don Jackson nicht nur einen alten Weggefährten wieder. Er trifft auch auf den Mann, den der Kanadier als „den besten Verteidiger der DEL“ bezeichnet: Deron Quint.
Nach den ersten sechs Spielen hat der 1,88 Meter große Abwehr-Hüne bereits sieben Tore der Berliner aufgelegt und selbst zweimal getroffen: Damit ist der 32-Jährige der zweitbeste Scorer seines Teams, direkt hinter Steve Walker, der viermal getroffen und sechsmal vorgelegt hat. Walker wurde am Montag am Knie operiert und fällt aus. Überhaupt sind die Eisbären torhungrig: 28 Treffer haben sie bereits erzielt, dabei nur neun Gegentore zugelassen – der Top-Wert der Liga.
Sonntag gegen Iserlohn
Gegen alte Kumpels Die zweite Mannschaft der DEG erwartet am Sonntag die Reserve des Iserlohner EC in der Eishockey-Regionalliga. Trainer Christof Kreutzer glaubt: „Die haben auch viele junge Spieler dabei. Es bleibt abzuwarten, wie dort unsere Chancen stehen.“ Heute in Ratingen steht Björn Linda im Tor, am Sonntag Sebastian May, der pikanterweise aus Iserlohn gekommen ist.
Die DEG kommt da eher ausgeglichen daher – was in diesem Fall aber nicht positiv gemeint ist: In sieben Spielen gab es zwar attraktive 24 Tore, doch Jamie Storr musste auch bereits 23 Mal hinter sich greifen. Kein Wunder, dass Trainer Harold Kreis vor dem Treffen mit dem Liga-Primus fordert: „Wir müssen diese Unachtsamkeiten abstellen, die uns gegen Straubing um den Sieg gebracht haben. Da haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Das darf nicht wieder passieren.“
Fraglich ist allerdings noch, was Kreis heute Abend für ein Personal zur Verfügung hat. Fabio Carciola fällt definitiv aus – er muss an den Weisheitszähnen behandelt werden. Besonders problematisch ist die Lage weiterhin in der Defensivabteilung. Marian Bazany ist zwar wieder im Training, hatte aber wegen seiner Beschwerden an den Nieren eine zweiwöchige Wettkampfpause einlegen müssen.
Korbinian Holzer klagt nach seiner Gehirnerschütterung im NHL-Camp in Kanada noch immer über Sternchen vor den Augen. Einer von beiden wird aber wohl sicher wieder mitspielen. Denn Lance Nethery hat Marco Nowak am Wochenende die Freigabe für Zweitligist Crimmitschau gegeben, wo er Spielpraxis sammeln soll. Für Nowak rückt erneut Tim Schüle in den Kader der DEG.
„Wir kennen alle die Qualitäten der Berliner“, sagt Harold Kreis. „Es wird ganz sicher eine interessante Partie. Wir müssen uns bestimmt nicht verstecken.“
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