DEG: Metro Stars siegen im Derby der Erzrivalen
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 18.02.2011 - 21:46Vor 8593 Zuschauern gewannen die DEG Metro Stars eine abwechslungsreiche Partie gegen den Tabellennachbarn Krefeld Pinguine mit 5:3. Die DEG drehte die Partie mit drei Toren innerhalb von 132 Sekunden.
„Jeff!!“ war auf der Haupttribüne zu lesen. Die Buchstaben waren mithilfe der bei den Fans umstrittenen Klatschpappen auf den Sitzen im ISS Dome ausgelegt. Quasi als Aufforderung an den Trainer, Jeff Tomlinson, seine DEG Metro Stars gegen die Krefeld Pinguine erneut so kampfkräftig einzustellen wie beim 1:0-Sieg gegen Berlin.
Der Coach kam dem Wunsch nach. Die DEG siegte in einem emotionalen Straßenbahnderby mit 5:3. Angefeuert von 8593 Zuschauern in der gut gefüllten Arena zeigten beide Mannschaften direkt, worauf es in dieser Phase der Saison ankommt: Entschlossenheit und Konzentration.
Die erste Unaufmerksamkeit des Tabellendritten bestrafte die DEG, auf Rang vier geführt, direkt. Krefelds Richard Pavlikovsky spielte die Scheibe unachtsam in die Beine von Evan Kaufmann, der sich bedankte, aufs KEV-Gehäuse steuerte und die Scheibe über den Schoner von Torhüter Scott Langkow zum 1:0 ins Tor beförderte.
Pinguine steckten Rückstand gut weg
Krefeld zeigte sich von diesem Rückstand aber wenig beeindruckt. Der Ex-Düsseldorfer Charlie Stephens stellte die Uhren in Überzahl wieder auf Anfang. DEG-Keeper Jean-Sebastien Aubin kam bei Stephens Direktschuss nicht schnell genug in die Ecke.
Kurz vor Ende des ersten Drittels durfte der Gästeanhang erneut jubeln. Aubin konnte zweimal reaktionsschnell abwehren, doch Boris Blank brachte den KEV im dritten Versuch mit 2:1 in Front. Das Tor hatte sich abgezeichnet. Nach dem Ausgleich waren die Seidenstädter in vielen Momenten einfach den entscheidenden Tick schneller.
Die Gäste kamen im Mittelabschnitt mit viel Selbstvertrauen aus der Kabine und gestatteten der DEG kaum Torgelegenheiten ohne selbst viel Gefahr auszustrahlen. Die besten Möglichkeiten für die DEG besaß Verteidiger Derek Dinger, der nun mal nicht der geborene Torschütze ist und deshalb Langkow nicht bezwingen konnte. In der nun hitzig geführten Partie musste Kapitän Daniel Kreutzer eine Strafzeit absitzen, als Herberts Vasiljevs freigespielt wurde und zum 3:1 für den KEV einschob.
Der Wille, die Partie zu drehen war bei den Metro Stars vorhanden, einzig die Präzision in der gegnerischen Zone ließ zu wünschen übrig. Doch die Hausherren hatten sich das Beste für den Schluss aufgehoben: Präzise 132 Sekunden brauchte die DEG im letzten Drittel, um aus einem 1:3 ein 4:3 zu machen. Jason Holland, Andy Roach und Mark Murphy verwandelten den Rather Dome in einen Hexenkessel. Patrick Reimer setzte mit dem 5:3 den Schlusspunkt. Am Dienstag geht der Heimspielmarathon gegen Hannover weiter.
Statistik
DEG – Krefeld 5:3 (1:2, 0:1, 4:0)
DEG: Aubin (Renkewitz) – Roach, Hedlund; Holland, Dinger; Bazany, Pokulok - Reimer, Courchaine, Kreutzer; Kaufmann, Beechey, James; Danner, McCutcheon, Hinterstocker; Hofland, Murphy.
Schiedsrichter: Brüggemann (Iserlohn).
Tore: 1:0 (3:48) Kaufmann (James, Beechey), 1:1 (9:34) Stephens (Trepanier, Milroy), 1:2 (17:40) Blank (Pavlikovsky, Vasiljevs), 1:3 (14:15) Vasiljevs (Blank, Pavlikovsky; 5-4), 2:3 (43:53) Holland (Kreutzer, Kaufmann), 3:3 (45:15) Roach (Hedlund, James), 4:3 (46:05) Murphy (McCutcheon, Danner), 5:3 (58:35) Reimer (Kreutzer).
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