DEG: Nachwuchs zieht zusammen
zuletzt aktualisiert: 28.06.2008Die DEG-Talente Jan und Roman Pfennings, Nils Dugain und Niklas Clusen sind bisher nur Eishockey-Fachleuten ein Begriff. Das soll sich jedoch ändern. Dafür hat sich die DEG etwas einfallen lassen. Am Freitag stellte der Stammverein sein neues Nachwuchskonzept für die DNL-Mannschaft (Deutsche Nachwuchs Liga) vor. Zusammen mit der Hulda-Pankok-Gesamtschule und dem Jugendwohnheim Kolpinghaus sollen sich die Jugendlichen in Zukunft voll auf ihre schulische und sportliche Ausbildung konzentrieren können.
„Seit der Fertigstellung der zweiten Eisbahn ist das spielerische Niveau unserer Teams gestiegen“, sagt Peter Mörsch, Jugendobmann der DEG. „Jetzt wollen Spieler aus ganz Deutschland in unsere Mannschaften, und die müssen wir entsprechend betreuen.“ Die Talente lernen in der Gesamtschule, werden von dort zum Training gebracht und wohnen im Kolpinghaus, wo die Spieler eine eigene Etage belegen.
Jan, Niklas, Roman und Nils sind zwar eigentlich in Düsseldorf und der Umgebung zu Hause, nehmen aber trotzdem an dem Projekt teil. „Das Kolpinghaus und die Schule haben wir schon besucht. Uns gefällt’s“, sagt der 17-jährige Jan. „Wenn wir zusammen wohnen, stärkt das auch das Mannschaftsgefühl“, ist er sich sicher. Bisher mussten die Vier etwa eine Stunde mit der Bahn zum Training fahren.
Ab August sind die Nachwuchsspieler somit auch näher am Profibetrieb der DEG Metro Stars dran. „Jedes Talent bekommt einen Spieler der DEL-Mannschaft als Begleiter“, erklärt Andreas Niederberger, selbst jahrelang erfolgreicher Eishockeyspieler und heute DNL-Trainer. „So sehen die Jungs, dass sie gar nicht so weit weg sind von den Profis“, ergänzt er.
Stürmer Jan darf sich schon einmal auf Trainingseinheiten mit DEG-Kapitän Daniel Kreutzer freuen. Die Kosten für das Konzept übernehmen zum Teil die Eltern. Die restliche Summe – 300 Euro im Monat – durch Patenschaften abgedeckt werden. „Das ist doch eine tolle Sache, solche Talente zu unterstützen“, findet Mörsch. Einige Fan-Clubs der DEG hätten schon Interesse gezeigt.
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