DEG: Netherys Wünsche für 2009
VON ANDRE SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 02.01.2009 - 08:40Feiertage sind gute Tage zum Sinnieren. Neujahr zum Beispiel. Vor allem, wenn man diesen Tag komplett im Bus verbringt. Lance Nethery war mit seiner Düsseldorfer EG bereits gestern im Mannschaftsvehikel nach Straubing unterwegs. Dort tritt das Team in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) heute Abend (19.30 Uhr) gegen die Tigers an. Die Busfahrt dauerte lange - viel Zeit zum Nachdenken also.
Zum Beispiel über das abgelaufene Kalenderjahr. Zwölf Monate mit Höhen und Tiefen. Die vergangene Saison zum Beispiel, die erst im Schlussspurt noch zu einem versöhnlichen Ende gebracht wurde. „Auch wenn ich immer noch nicht darüber hinweg komme, dass wir das fünfte Halbfinalspiel in Berlin vergeigt haben“, sagt Nethery - gegen stark ersatzgeschwächte Berliner unterlag die DEG mit 1:3.
Was die aktuelle Spielzeit angeht, ist der Kanadier bisher insgesamt zufrieden. „Wir stehen ungefähr dort, wo wir stehen wollten“, sagt Nethery. „Und könnten noch besser darstehen, wenn wir nicht zu häufig unnötig Punkte verloren hätten.“
In Straubing zum Beispiel: Im ersten Aufeinandertreffen, damals noch im Straubinger Ausweichquartier in Regensburg, verlor die DEG nach einer Zwei-Tore-Führung noch in der Verlängerung. „Das waren zwei verlorene Zähler“, sagt Nethery.
Beim zweiten Anlauf, diesmal wieder im Eisstadion am Pulverturm, soll es besser laufen für die Metro Stars. Nicht dabei sind jedoch Adam Courchaine und Andrew Hedlund. Letzterer meldete sich gestern mit Fieber ab. „Falls er kurzfristig wieder fit werden sollte, fliegt er nach“, sagt Nethery.
Neujahr ist jedoch nicht nur ein Moment zum Rück-, sondern auch des Ausblicks. Auf 2009. Hier wünscht sich der 51-Jährige vor allem eines: Powerplay-Tore. „Wir können alles erreichen mit dieser Mannschaft. Nur müssen wir dafür endlich mal in Überzahl treffen.“
Laut Nethery ist gerade in der DEL das Spiel mit einem Mann mehr von immenser Bedeutung. „Wenn man den Anteil der Überzahltreffer sieht, müssen wir hier einfach besser werden.“
Auch über den Personalmarkt denkt Nethery bereits nach. Über Adam Courchaine und Evan Kaufmann zum Beispiel. Ihre Verträge laufen aus, doch Nethery will beide halten. „Sie wollen auch bleiben, aber zwischen wollen und werden ist immer noch ein Unterschied.“
Nicht erleichternd ist dabei für den Manager die Tatsache, dass sein Etat wohl schrumpft. „Wir versuchen zwar, die Finanzen auf einem ähnlichen Level zu halten, aber ich denke, ich muss etwas sparen“, vermutet Nethery. Um so wichtiger wäre da doch das Powerplay: Mehr Tore gleich mehr Erfolg gleich mehr Zuschauer gleich mehr Geld - einfache Aussichten für 2009.
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