DEG: Noch ein Sieg gegen Iserlohn
VON GEORG AMEND UND PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 10.12.2009 - 22:03Die Iserlohn Roosters liegen der Düsseldorfer EG: 26 Siege haben die Rot-Gelben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gefeiert, nur neun Mal das Eis als Verlierer verlassen. An dieser Bilanz änderte sich auch gestern Abend am Seilersee nichts: Die Gäste triumphierten mit 5:2.
Dabei hatte die Partie gar nicht so gut für das Team von Trainer Harold Kreis angefangen. Nationalspieler Michael Wolf benötigte nur 210 Sekunden, um die Hausherren mit 1:0 in Führung zu springen. Er schoss DEG-Torwart Jean-Sebastién Aubin durch die Beine. Falls das noch nicht der richtige Wachmacher für die Gäste gewesen sein sollte, so wurde es ein übler Check von Jeff Giuliano gegen Marian Bazany, der mit dem Kopf in die Plexiglasscheibe krachte und sich eine Platzwunde über der linken Augenbraue zuzog.
Die DEG nahm nun den Kampf in der temporeichen Begegnung an und kam verdient zum Ausgleich: Korbinian Holzer verteidigte geschickt, bediente Mark Murphy, der seinen Sturmpartner Craig MacDonald auf die Reise schickte. Und der ehemalige NHL-Star spielte den mitgelaufenen Verteidiger Chris Harrington mustergültig frei, der Danny aus den Birken im kurzen Eck überwand.
Der Iserlohner Schlussmann hatte nicht seinen besten Tag erwischt, denn das 2:1 für die Düsseldorfer fiel nach einem Riesenpatzer von ihm: Einen Schuss von Daniel Kreutzer konnte er abwehren, doch als er sich auf den Abpraller werfen wollte, rutschte ihm der Puck unter der Brust durch und Patrick Reimer sagte danke. Es war das passende Geschenk zu seinem 27. Geburtstag, den der Nationalstürmer am Donnerstag beging.
Reimer blieb im Mittelpunkt. Kris Sparre knallte ihn mit einem ganz üblen Check in die kurze Bande. Schiedsrichter Georg Jablukov, der vor dem Spiel auf einem weißen T-Shirt mit der Aufschrift „Schiri-Feind Nr. 1” humorvoll unterschrieben hatte, verhängte zwar nicht den fälligen Spielausschluss gegen den Iserlohner, dafür bestrafte Brandon Reid die unnötige Härte der Hausherren: mit zwei Toren binnen vier Minuten.
Vor allem sein zweiter Treffer zeigte die technischen und läuferischen Vorteile der DEG: Adam Courchaine lief der Hintermannschaft davon, passte überlegt zurück, und Reid hämmerte den Puck in den Winkel Traumtor. Wäre nicht der unglücklich abgefälschte Anschlusstreffer zum 2:4 gewesen, wäre die Partie schon vor der zweiten Pause entschieden gewesen.
So blieb es zwar im Schlussabschnitt spannend, doch die DEG brachte den Sieg clever über die Runden. Kapitän Daniel Kreutzer setzte den Schlusspunkt und Iserlohns Kapitän Robert Hock noch einen Penalty neben das Tor.
Iserlohn Roosters - Düsseldorfer EG 2:5 (1:2, 1:2, 0:1). - Tore: 1:0 Wolf (3:20), 1:1 Harrington (8:29), 1:2 Reimer (19:43), 1:3 Reid (30:30), 1:4 Reid (33:42), 2:4 Swanson (39:03), 2:5 Kreutzer (56:20). - Schiedsrichter: Jablukov (Berlin). - Zuschauer: 3582. - Strafminuten: Iserlohn 12 - Düsseldorf 10
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