DEG Metro Stars: Perfektes Timing von Tomlinson
VON EIN KOMMENTAR VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 30.08.2010 - 16:54Jeff Tomlinson setzt als DEG-Trainer auf totale Offensive, die Angriffsbemühungen der Gegner werden meist im Keim erstickt. Natürlich beinhaltet dieses System auch ein Risiko, doch es ist attraktiv.
Wie in Köln beim 4:2-Sieg: Selbst in Unterzahl standen die Metro Stars teilweise gar mit drei Spielern in der Angriffszone, machten so einen Powerplay-Aufbau der Hausherren zunichte, hatten da sogar mehr und bessere Chancen als der Gegner. "Mein System kann man nur mit vier Reihen spielen", sagt Tomlinson, und das erklärt sich aus dem wahnsinnig hohen Tempo, das seine Schützlinge gehen müssen, von selbst. Ein Grund, warum der Trainer von Anfang an voll auf die Jugend setzt, den Nachwuchskräften unter 20 Jahren in allen Vorbereitungsspielen viel Eiszeit gab.
Neben der Laufbereitschaft und Aggressivität, die es jedem Gegner schwer machen kann, arbeitet der Coach akribisch und bewegt sich mit seiner Präzision nahe an der Perfektion. Ein Beispiel: Als Marian Bazany in Köln eine fünfminütige Strafe plus Spieldauer kassierte, schickte Tomlinson Adam Courchaine zum fünfminütigen Absitzen auf die Strafbank.
Kaum war diese Zeit abgelaufen, war exakt die Formation auf dem Eis, in der Courchaine spielt, es musste keinen umständlichen Wechsel geben. Das war Timing in Perfektion. Im System Tomlinson greifen die Rädchen ineinander – zum richtigen Zeitpunkt vor dem Saisonstart am Freitag in Iserlohn. Perfektes Timing.
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