DEG: Play-off-Start in München
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 14.01.2011Die Eishockey-Spieler der DEG Metro Stars treten heute (19.30 Uhr) beim Aufsteiger aus Bayern an, Sonntag kommen die Münchner in den ISS Dome. Für Trainer Jeff Tomlinson haben die Partien einen ganz eigenen Charakter.
Eigentlich beginnen die Play-offs erst in gut zwei Monaten. Doch in der Deutschen Eishockey Liga macht sich bereits jetzt so etwas wie eine Stimmung breit, die man nur aus K.o.-Spielen kennt, in denen es um alles oder nichts geht. "Die Liga ist unheimlich eng", sagt Lance Nethery, Manager der DEG Metro Stars. "Früher haben die Mannschaften in den letzten zehn Spielen der Hauptrunde um jeden Punkt gekämpft", erklärt der 53-Jährige. Jetzt haben einige Teams noch bis zu 20 Spiele – und besonders zwischen Platz acht (ERC Ingolstadt, 47 Zähler) und dem Tabellenende (Kölner Haie, 42) ist ein Hauen und Stechen entbrannt. Die ersten sechs der Tabelle qualifizieren sich direkt für die Play-offs, Platz sieben bis zehn müssen noch in eine Extra-Quali.
Heimspiel am Sonntag
Das Spiel Am Sonntag, 14.30 Uhr, empfängt die DEG im ersten Heimspiel des Jahres den EHC München. Es ist eines von nur drei Spielen im ISS Dome in siebeneinhalb Wochen (zwischen dem 24. Dezember und dem 15. Februar).
Die Tickets Bislang sind erst knapp 3500 Karten verkauft. Die DEG rechnet mit 4800 Besuchern.
Dabei sind die Metro Stars eigentlich in einer komfortablen Situation. Dritter sind sie derzeit und haben ein Polster, auf dem sie sich schon fast ausruhen könnten. Machen sie aber nicht. "Auch wir wollen und müssen noch so viele Punkte wie möglich holen", sagt Trainer Jeff Tomlinson. An diesem Wochenende gibt es dazu doppelt Gelegenheit – und da es heute (19.30 Uhr, Live-Ticker) und Sonntag (14.30 Uhr, Live-Ticker) zweimal gegen den EHC München geht, ist es schon so etwas wie ein Vorgeschmack auf die Play-offs. "Wenn man so schnell hintereinander gegen den gleichen Gegner spielt, hat das schon so einen Charakter", sagt der Coach. "Auch die Spieler vergessen die Kämpfe, die sie auf dem Eis hatten, nicht so schnell." Zudem geht es gegen den Aufsteiger auch darum, sich für die 0:3-Heimniederlage zu Saisonbeginn zu revanchieren. "München hat uns die Punkte geklaut. Jetzt wollen wir das auch machen."
Dabei muss der Trainer allerdings auf Tyler Beechey verzichten, der aufgrund seiner Schlägerei in Ingolstadt gesperrt ist. "Das ist ein Schlag für uns, aber dafür werden sich andere beweisen können", sagt Tomlinson. Angreifer Beechey fliegt heute vormittag nicht einmal mit nach München. Im Olympia-Eisstadion wird Adam Courchaine mit Evan Kaufmann und Connor James stürmen, Mark Murphy mit Simon Danner und Mark McCutcheon. Diego Hofland und Martin Hinterstocker rotieren mit einem Sturmpartner in der vierten Reihe.
Wesentlich größer sind die personellen Probleme aber ohnehin bei den Münchnern, die verletzungsbedingt auf acht Spieler verzichten müssen. Alle vier Spiele im neuen Jahr haben die Bayern zudem verloren – davon allerdings zwei erst nach Penalty-Schießen gegen den Zweiten Wolfsburg und Tabellenführer Berlin. "Es ist kein Zufall, dass München auf Platz fünf steht", sagt Tomlinson. Somit wird das Spiel zum ernsthaften Gradmesser für die Play-offs – in denen sich beide Teams schon ab Mitte März wieder gegenüber stehen könnten.
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