DEG: Reid ist Thema in Hamburg
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 27.02.2010 - 11:29Der Eishockey-Stürmer der DEG Metro Stars wird von seinem Ex-Klub umworben. Der Vertrag des Publikumslieblings am Rhein läuft aus. Gleiches gilt für seinen Teamkollegen MacDonald und Trainer Kreis.
Das Training der DEG Metro Stars dauerte gestern nur eine knappe Stunde, was Jason Holland augenscheinlich nicht reichte: Der Verteidiger joggte noch eine Runde. Der Grund für die verkürzte Eiszeit: Trainer Harold Kreis hatte es eilig, musste ein Flugzeug nach München erwischen, "weil wir das Wochenende frei haben und meine Freundin da wohnt". Ähnlich kurz äußerte sich der 51-Jährige zum Dauerthema Vertragsverlängerung: "Es gibt nichts Neues", sagte Kreis. Heißt: Ein Wechsel zum Liga-Konkurrenten Adler Mannheim oder in die Schweiz wird nicht bestätigt, und auch bei der DEG hat er nicht verlängert.
Gleiches gilt für Brandon Reid. Der Stürmer kam frisch geduscht aus der Umkleidekabine an der Brehmstraße und zeigte sich überrascht, als er hörte, dass er von der Bild-Zeitung in Hamburg mit den dortigen Freezers in Verbindung gebracht wird: "Ich geh' im Moment nirgendwo hin", sagte Reid entspannt. Dass der 28-Jährige in die Hansestadt wechseln könnte, ist zumindest denkbar. Immerhin rüsten die Hamburger gerade auf, haben – inoffiziell – bereits sechs Zugänge von fünf verschiedenen Vereinen. Außerdem kam Reid von den Freezers zur DEG, wo er durch seine technischen Fähigkeiten schnell zum Publikumsliebling avancierte. Doch die Fans allein werden ihn sicher nicht am Rhein halten. Reid: "Es gibt immer Leute, mit denen man spricht, aber ich habe noch nirgendwo zugesagt."
Das gilt allerdings auch für die DEG. "Ich habe Anfang des Jahres mit Lance gesprochen", sagte Reid mit Blick auf Manager Nethery, "aber es ist noch nichts fest. In den vergangenen Wochen haben wir nicht gesprochen. Das lag auch an den fünf Niederlagen in Folge. Ihm steht im Moment nicht der Sinn nach Vertragsgesprächen mit uns. Wir sollen uns jetzt erst einmal darauf konzentrieren, ein paar Spiele zu gewinnen."
Während die Mannschaft darauf hintrainiert, weilt Manager Nethery in Übersee, wo er sich auch nach neuen Akteuren umsieht. Denn Reid ist nicht der einzige Wackelkandidat des spielenden Personals – der Vertrag von Craig MacDonald läuft ebenfalls am Saisonende aus. Der Ex-NHL-Star ist in seiner ersten Saison in Deutschland gut eingeschlagen, ist mit 34 Punkten Vierter der DEG-internen Scorerliste und damit punktgleich mit Reid. Angesichts der finanziellen Probleme gilt es als unwahrscheinlich, dass Nethery beide Stars und zudem Trainer Kreis halten könnte. Im Zweifel könnte sich der Manager eher für den mannschaftsdienlichen Kämpfer MacDonald statt für das allzu oft puckverliebte Genie Reid entscheiden. Dann käme ein Angebot aus Hamburg sicher nicht ganz ungelegen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





