DEG Metro Stars: Reimer freut sich dreifach
VON GEORG AMEND UND PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 12.12.2009 - 11:29Der Eishockey-Stürmer gewann mit der DEG bei seinem Lieblingsgegner Iserlohn – an seinem Geburtstag und mit eigenem Treffer. Sonntag (18.30 Uhr, ISS Dome) will die DEG gegen Kassel ihren guten Lauf bestätigen.
Das Selbstvertrauen ist da bei der DEG. "Wir haben selbst nach dem 0:1 nicht das Gefühl gehabt, dass wir hier verlieren könnten", sagte Patrick Reimer nach dem 5:2-Sieg bei den Iserlohn Roosters, die so in der dritten Spielzeit in Folge nicht gegen die DEG gewinnen konnten. Und an diesem sehenswerten Erfolg in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hatte der Nationalspieler, der am Seilersee seinen 27. Geburtstag feierte, mit seinem Treffer zum 1:2 einen großen Anteil.
Doch nicht nur aufgrund seines persönlichen Feiertages freute sich Reimer über den Sieg. "Es ist immer schön, hier zu gewinnen", bekannte der Stürmer grinsend, denn den teilweise unfair agierenden Hausherren in ihrem Domizil die Punkte abzunehmen, hat seinen besonderen Reiz. Was die Iserlohner Spieler an Kampf auf das Eis warfen, machten die Düsseldorfer mit Spiel und Finesse wieder wett. Zum Beispiel beim Konter zum 1:1, als Craig MacDonald Chris Harrington mustergültig bediente.
"Ich habe gesehen, dass die kurze Ecke frei ist und den Puck reingehauen", schilderte Harrington seinen Treffer. Trainer Harold Kreis fand: "Das Tor hat uns Auftrieb gegeben." Verteidiger Harrington meinte: "Ich will keine Versprechen machen, dass so etwas öfter vorkommt, aber ich will alles versuchen, dem Team zu helfen." Überhaupt hatte Teamgeist die DEG am Seilersee ausgezeichnet. Wie auch Brandon Reid zeigte, der die Iserlohner für einen fiesen Check gegen Reimer mit zwei Toren zum 4:1 bestrafte. Ob es für das Foul eine Matchstrafe gegen Kris Sparre hätte geben müssen, wollte das "Opfer" Reimer nicht beantworten.
Reimer erklärte aber: "Ich bin mit dem Kinn in die Bande geschlagen. Ich bin froh, dass das nicht ein paar Zentimeter höher war, sonst hätte ich wohl meine untere Zahnreihe verloren. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, ob man jeden Check so zu Ende fahren muss, oder sich manchmal etwas zurücknimmt." Das hätte auch Roosters-Trainer Ulrich Liebsch besser gefallen, denn er machte Sparre für die Niederlage mit verantwortlich: "Das war eine dumme Strafe, und Düsseldorf nutzt so etwas aus."
Überhaupt verpasste der Iserlohner Coach dem Gegner das Attribut Top-Team. "Man kann nicht erwarten, hier gegen Düsseldorf zu gewinnen. Das ist eine Spitzenmannschaft. Dumme Fehler haben uns den Sieg gekostet und Düsseldorf hat zu viel Klasse, um diese Chancen nicht zu nutzen." Das muss die DEG morgen (18.30 Uhr, ISS Dome) gegen die Kassel Huskies bestätigen. die sie in dieser Saison noch nicht schlagen konnte. Das Selbstvertrauen nach dem großartig erkämpften Sieg in Iserlohn sollte bei dieser Aufgabe helfen.
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