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DEG Metro Stars: Reimer zeigt Reue

VON ROMAN GROMBACH UND PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 21.02.2012 - 12:58

Düsseldorf (RPO). Der Nationalspieler ließ sich gegen den Augsburger EV zu einer obszönen Geste hinreißen und fehlt den Metro Stars nun mindestens zwei Spiele. Vor den kommenden Partien will Manager Walter Köberle die Vertragsgespräche mit Trainer Jeff Tomlinson und Stürmer Ben Gordon forcieren.

Ließ sich nach seinem Tor zum 2:3 zu einer obszönen Geste hinreißen: Patrick Reimer Foto: rpo
Ließ sich nach seinem Tor zum 2:3 zu einer obszönen Geste hinreißen: Patrick Reimer Foto: rpo

Trotz Karneval war die Laune bei der Düsseldorfer EG nach dem Spiel am Sonntag erst einmal getrübt. Zu ärgerlich war die unnötige 2:3-Niederlage gegen den Augsburger EV in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Ein zu passives erstes Drittel und anschließend eine schlechte Chancenverwertung verhinderten einen Heimerfolg.

Richtig enttäuscht zeigte sich besonders Patrick Reimer nach der Partie. Der Stürmer wurde binnen Sekunden vom Hoffungsspender zum Problemkind. Nach seinem Anschlusstreffer zum 2:3 knappe acht Minuten vor dem Ende konnte er sich eine unfeine Geste in Richtung Gästebank nicht verkneifen und wurde vom Schiedsrichtergespann Daniel Piechaczek und Danny Kurmann mit einer Matchstrafe belegt. „Meine Aktion war unnütz und ich möchte mich bei der Mannschaft entschuldigen. Auch wenn es ein hitziges Duell mit Provokationen war, darf mir das nicht passieren. Es war einfach blöd, dass wir deswegen in Unterzahl waren“, gab Reimer nach dem Misserfolg zu Protokoll. Seine Strafe erschwerte nicht nur die Aufholjagd, sondern lässt den Leistungsträger auch in den mindestens zwei kommenden Spielen fehlen. Heute muss sich Reimer gegenüber dem Kontrolausschuss der DEL äußern. Danach wird das endgültige Strafmaß festgelegt. „Es ist mehr als ärgerlich. Ich kann es verstehen, er wurde mehrfach provoziert, aber da muss man im Sinne des Teams einfach zurückstecken“, sagte Manager Walter Köberle.

DEG-Trainer Jeff Tomlinson hat die Situation zwar nicht direkt gesehen, dachte aber direkt einen Schritt weiter: „Die Sperre von Reimer wird uns sehr wehtun. Er spielt ja auch in den Unter- und Überzahlformationen. Das müssen wir nun alles umstellen.“ Der Kanadier war aber dennoch nicht wirklich sauer auf seinen Schützling: „Man macht so etwas nicht, aber das weiß er selbst. Er hat einen super Charakter und leidet jetzt am meisten.“ Zudem war die Niederlage auch nicht an Reimer alleine festzumachen. Weit vor der scheinbar spielentscheidenden Situation hätten die Düsseldorfer die Partie zu ihren Gunsten entscheiden können. „Wir haben blöde Gegentore im ersten Drittel bekommen, aber wir hatten selbst Chancen für sechs oder acht Tore“, analysierte Tomlinson und bestätigte seiner Mannschaft insgesamt „die beste Leistung über 60 Minuten“ nach der Länderspielpause.

Im Kampf um die Play-offs muss der Blick nun auch wieder nach unten gehen, auch wenn der sechste Platz nach wie vor nicht unmöglich bleibt. „Ich glaube fest daran, dass wir noch unter die Top sechs kommen können“, meinte Köberle. Realistischer scheint aber eine Positionierung zwischen Rang sieben und zehn und den damit verbundenen Pre-Play-offs. Vor den beiden kommenden Begegnungen am Freitag (19.30 Uhr, Dome) gegen den ERC Ingolstadt in Düsseldorf und am Sonntag (14.30 Uhr) bei den Hannover Scorpions, sollen weitere Weichen gestellt werden.

Die bereits als fix gemeldete Verlängerung mit Ben Gordon ist nun doch noch nicht in trockenen Tüchern. „Leider zieht sich die Sache mit seinem Agenten in die Länge. Es wird aber eine schnelle Entscheidung geben - so oder so“, erklärte Köberle, der sich nicht auf Spielchen einlassen will. Auch bei Trainer Tomlinson, dem ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegt, drängt der Manager auf ein Zeichen seitens des Kanadiers. „Wir haben ihm lange Zeit gegeben, aber ich gehe davon aus, dass er sich bald entscheidet. Wir brauchen schließlich auch Planungssicherheit“, sagte Köberle. Der Manager will Unruhe vor den letzten sechs Hauptrundenspiele um jeden Preis vermeiden.

Quelle: url/rl

 
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