DEG: Storr überragt bei DEG-Sieg
VON BASTIAN SUDBRAK - zuletzt aktualisiert: 15.02.2009 - 21:21Das Verhältnis zwischen den DEG Metro Stars und den Hamburg Freezers ist zwiespältig. In den Eishockey-Play-offs gehören die Hansestädter ohne Frage zu den Lieblingen der Düsseldorfer. Während der Hauptrunde tut sich die DEG gegen Hamburg dagegen traditionell schwer. Bei der Partie in der Color-Line-Arena spielte das Team daher einfach so, als ginge es bereits um die Meisterschaft. Daraus folgte ein 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)-Erfolg.
Bereits die ersten zehn Minuten boten mehr Höhepunkte als die lahme Freitags-Partie gegen Straubing.
Nach 40 Sekunden traf Daniel Kreutzer den Pfosten, Ryan Caldwell ereilte in Überzahl das selbe Schicksal. Anschließend vernaschte Hamburgs Peter Sarno Marco Nowak, der erneut Korbinian Holzer (Leistenprobleme) vertrat.
Aus einem nahezu perfekten Wechsel der zweiten Hamburger Reihe um Alex Barta resultierte ein wahres Schuss-Feuerwerk. Fünfmal musste der überragende Jamie Storr parieren, ehe sich Andrew Hedlund nur mit einem Foul zu helfen wusste.
Die folgende Unterzahl drohte zu einem frühen Knackpunkt zu werden: Bei einem Konter gelang Rob Collins das Kunststück, aus nächster Distanz den Puck nicht im Tor unterzubringen. Im direkten Gegenzug machte es Hamburgs John Tripp deutlich besser. Er verwertete freistehend zum 1:0.
Statistik:
Hamburg Freezers - DEG Metro Stars 2:3 (1:1, 1:1, 0:1). - Tore: 1:0 Tripp (7:45), 1:1 Joseph (8:03), 1:2 Reid (37:00), 2:2 Richard Mueller (38:53), 2:3 Joseph (47:24). - Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg). - Zuschauer: 10.255. - Strafminuten: Hamburg 14 - Düsseldorf 12
Collins zerlegte noch seinen Schläger, als die DEG-Fans erstmals jubelten. Hamburgs Stephan Retzer lenkte eine Hereingabe von Adam Courchaine ins eigene Tor. „Es war unglaublich wichtig, nach dem 1:0 sofort den Ausgleich zu erzielen”, meinte Fabio Carciola dazu.
In der Folgezeit blieb das Spiel hochklassig und schnell, die Goalies Jean-Marc Pelletier und Storr rückten durch hervorragende Paraden mehr und mehr in den Fokus.
Tumulte gab es in der 38.Minute: Von Brandon Reids linkem Bein sprang der Puck ins Hamburger Tor. Dass er dabei mit dem rechten Fuß ins Leere kickte, wertete Schiedsrichter Stephan Bauer als vernachlässigbar und gab den Treffer zum 1:2.
Hamburg aber schlug zurück: Sarnos Pass auf Richard Mueller wusste dieser sehenswert mit dem Rücken zum Tor zum 2:2 zu verwerten.
Im Schlussabschnitt erhöhten beide Mannschaften nochmals die Schlagzahl. Nach einem Foul an Reimer gab es Penalty, Pelletier parierte jedoch gegen Collins.
Storr legte mit einer Weltklasse-Parade gegen Barta nach, ehe Shane Joseph einen Schlagschuss von Marian Bazany zum Siegtor abfälschte. Für DEG-Trainer Harold Kreis waren Kleinigkeiten entscheidend: „Eishockey ist ein Spiel, bei dem es um Zentimeter geht. Wir hatten das nötige Glück im Abschluss.”
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