DEG: Tomlinson fordert Erklärung von Jablukov
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 07:31Düsseldorf (RPO). Ruhig und besonnen, so analysiert Jeff Tomlinson gewöhnlich die Spiele seiner Mannschaft. Doch diesmal wird der Trainer der DEG Metro Stars laut und deutlich: „Ich will eine Erklärung von Georg Jablukov haben“, fordert der 41-Jährige.
Grund für seinen Zorn ist das nicht gegebene Tor von Patrick Reimer im Eishockey-Derby bei den Kölner Haien am vergangenen Sonntag. Schiedsrichter der Partie war Jablukov, der nach Videobeweis die Anerkennung des Treffers verweigerte. „Es war ein ganz klares Tor. Es kann nicht sein, dass so etwas durchgeht“, erklärt Tomlinson.
Die DEG hat bereits beim Schiedsrichter-Beauftragten der Deutschen Eishockey Liga (DEL), Holger Gerstberger, nachgefragt. Seine lapidare Antwort, er habe Jablukov bereits gesagt, dass es ein Treffer war, reicht dem Trainer nicht. „Hätten wir nicht gewonnen, hätte ich mich so aufgeregt, dass ich bestimmt eine Strafe aufgebrummt bekommen hätte. Die DEL darf so etwas nicht einfach unter den Teppich kehren“, sagt Tomlinson.
Auf dem Video war eindeutig zu erkennen, dass Daniel Kreutzer zwar im Torraum stand, dort aber hineingeschoben wurde und zudem den Kölner Torhüter Youri Ziffzer keineswegs behinderte, während Reimer zum vermeintlichen 2:0 traf. Ein regulärer Treffer also. Warum Jablukov dennoch anders entschied, dieses Geheimnis will der Coach möglichst schnell aufgeklärt wissen. Neben dem Eis gehen die Personalplanungen bei der DEG weiter.
Manager Walter Köberle hat ein Gespräch mit dem Berater von Ben Gordon für die spielfreie Zeit in der kommenden Woche vereinbart. Der seit Dienstag 27-jährige Stürmer soll gehalten werden. Ein Lob kassierte Bobby Goepfert für seine Aussagen, er habe Düsseldorf viel zu verdanken und deshalb spiele Geld für ihn nur eine zweitrangige Rolle.
„Das ist riesig von ihm. Solche Spieler mit gutem Charakter brauchen wir“, sagt Köberle. Tomlinson wird von Montag bis Samstag in North Carolina (USA) seine Zukunftsplanung vorantreiben und mit der Familie besprechen, ob er für ein weiteres Jahr bei der DEG unterschreibt oder zu den Nürnberg Ice Tigers wechselt.
Köberle arbeitet währenddessen weiter an Plan B. „Der neue Trainer muss zu meiner Philosophie passen. Ich kann für ein Formel 1-Fahrzeug keinen holen, der bisher nur Rallye gefahren ist“, erklärt der 63-Jährige.
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