DEG Metro Stars: Tomlinson schont Aubin
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 31.08.2010 - 13:46So unterschiedlich können manchmal die Wahrnehmungen sein. Die Fans der DEG waren zufrieden, verabschiedeten ihre Mannschaft trotz der 3:4-Niederlage gegen den Eishockey-Erzrivalen Kölner Haie zur Saisoneröffnung sogar mit Applaus in die Kabine. Der Trainer dagegen meckerte unnachgiebig drauflos – und das, obwohl Jeff Tomlinson doch allseits als ausgesprochen netter Kerl bekannt ist.
Davon freilich merkten seine Schützlinge am Sonntagabend nicht allzu viel. "Am Samstag, als wir in Köln 4:2 gewannen, waren wir über 60 Minuten besser, einfach konsequenter als heute", meinte der Coach. "Diesmal haben wir völlig verschiedene Drittel abgeliefert, und das erste war das schlechteste unserer gesamten Vorbereitung. Die Jungs sahen ziemlich müde aus heute." Doch dann verriet ein kleines Lächeln, dass Tomlinson ihnen die nach seiner Meinung schwache Leistung nicht verübelte. Zumal da er noch mit einem Augenzwinkern einen schelmischen Nachsatz anfügte: "Gegen Köln zu Hause zu verlieren – das geht gar nicht."
Montag setzte der Kanadier Regeneration auf die Tagesordnung. "Ab Dienstag wird wieder hart gearbeitet", berichtete er. "Am Freitag in Iserlohn gilt es dann. Wahrscheinlich kann dort auch Daniel Kreutzer wieder mitmischen. Wir müssen zwar noch eine Untersuchung abwarten, aber vom Gefühl her sage ich: Er ist dabei." Am Sonntag musste der Kapitän ja noch wegen einer Bauchmuskelzerrung pausieren.
Doch nicht nur wegen Kreutzers Ausfall setzte Tomlinson konsequent seinen Weg fort, jungen Spielern Eiszeit zu geben. Der komplette Kader kam erneut regelmäßig zum Einsatz – so auch Ersatztorhüter Etienne Renkewitz, der schon mit Beginn des zweiten Drittels Stammgoalie Jean-Sébastien Aubin ablöste. "Aubin klagte über Rückenschmerzen", erklärte der Coach. "Nichts Ernstes, aber es war ein Testspiel, da riskiere ich nichts." Der 22-jährige Renkewitz machte seine Sache gut, war schuldlos an der Niederlage nach 3:1-Führung.
Die Düsseldorfer unter den 3655 Zuschauern waren ohnehin guter Laune, erfreuten sich vor allem an der kämpferischen Leistung und am Offensivgeist der DEG. "An den Fehlern arbeiten wir noch", versprach Tomlinson. "Dafür sind die Tests ja da: Anhand unserer Fehler haben wir genau gesehen, was wir noch verbessern müssen."
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.





