DEG: Torhüter im Fokus
VON PATRICK SCHERER UND GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 02.02.2010 - 07:33Die Nummer eins, Jean-Sébastien Aubin, verletzte sich gegen Hamburg an der Hüfte. Ersatzmann Mathias Lange spielt eventuell auch am Dienstag (19.30 Uhr im Live-Ticker) gegen Frankfurt. Nachlizenziert wurde Vorgänger Jamie Storr.
Trotz des 3:2-Sieges der DEG Metro Stars über die Hamburg Freezers waren die Düsseldorfer nur bedingt zufrieden. Der Grund: Nach dem Klasse-Auftritt beim 6:1 im Derby über Köln machte es die DEG trotz einer 3:0-Führung nach zwei Dritteln gegen sehr schwache Hanseaten unnötig spannend. "Nach gutem Beginn ist etwas der Schlendrian reingekommen, wir haben nachgelassen und das Spiel aus der Hand gegeben. Hinterher konnten wir nicht nochmal die Intensität erhöhen. Aber unterm Strich stehen drei Punkte – das ist entscheidend", sagte DEG-Trainer Harold Kreis.
Positiv fiel Stürmer Brandon Reid auf. Der Ex-Hamburger markierte zwei Treffer, einen davon in Unterzahl. Der US-Amerikaner fand: "Wir gewinnen derzeit auch schlechtere Spiele. Das ist es, was Siegermannschaften ausmacht." Trainer Kreis lobte Torwart Mathias Lange. Der gebürtige Klagenfurter mit deutschem Pass kam nach 30 Minuten für den angeschlagenen Stammtorwart Jean-Sébastien Aubin ins Spiel und hielt souverän. "Ich freue mich für Mathias. Es war nicht einfach für ihn, so plötzlich ins Spiel zu kommen", sagte Kreis.
Für Lange selbst war der spontane Einsatz kein Problem: "Klar ist es nicht einfach, aber man bereitet sich vor dem Spiel und währenddessen mental darauf vor, dass man in die Partie kommt", erklärte der 24-Jährige, der nicht ganz zufrieden mit sich war. "Man kann immer besser spielen. Beim ersten Gegentor kann ich vielleicht vorher die Scheibe anders abwehren."
Ob Lange auch heute gegen die Frankfurt Lions (19.30 Uhr) das Tor hüten wird, war gestern noch nicht klar. "Aubin hat eine Überdehnung im vorderen Hüftbereich", klärte Manager Lance Nethery auf. "Wir haben eine Kernspintomografie gemacht und er fühlt sich gut. Die Chancen, dass er in Frankfurt spielt, liegen bei 50:50. Wir müssen gucken, wie hoch das Risiko ist."
Denn eine schwerere Verletzung will die DEG natürlich nicht riskieren, zumal Rang zwei zunächst zementiert ist. Falls Aubin einmal länger ausfallen würde, steht nun in Jamie Storr ein alter Bekannter als Ersatz bereit (RP berichtete). "Er hat sich in seiner Torhüterschule in den USA fit gehalten und ist bereit, einzuspringen, wenn es nötig ist", sagte Nethery über den Ex-Torwart, der seine Karriere im Sommer überraschend beendet hatte, aber nicht vergessen wurde: "Ich habe mir das sechs Wochen überlegt. Das war nicht aus der Luft gegriffen", bekundet Nethery. "Jamie ist eine Absicherung für uns, die nichts kostet, wenn er nicht spielt. Wenn Aubin nur 14 Tage fehlt, macht es keinen Sinn, Storr einzufliegen. Aber wenn Aubin oder Lange für den Rest der Saison ausfallen, brauchen wir auf dieser besonderen Positionen jemanden, der uns sofort weiterhelfen kann, und die Liga kennt", erklärte Nethery. Ob Storr in den Play-offs kommt, ließ der Manager offen: "Wenn wir da erfolgreich sind, holen wir ihn vielleicht zur Sicherheit für zwei bis drei Wochen."
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