DEG Metro Stars: Trainer kritisiert Schiri
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 01.02.2011 - 08:01Jeff Tomlinson atmete auf. Dem Coach der DEG Metro Stars merkte man die Erleichterung nach dem 7:4-Erfolg bei den Nürnberg Ice Tigers an. Sechs Niederlagen in der Deutschen Eishockey Liga in Folge hatten ihre Spuren hinterlassen.
"Der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, war riesig", erklärte Tomlinson, der sich dennoch ärgerte. Nicht über sein Team, das nach einer 5:1-Führung leichtfertig einen Gang zurückschaltete, sondern über einen der Schiedsrichter, Christian Oswald.
Der 40-Jährige Referee, der zusammen mit Daniel Piechaczek die Partie leitete, zog den Zorn des Trainers auf sich. "Ich versuche mich nicht zu ärgern, aber bei ihm ist es so schwierig", sagte Tomlinson. Die kleinliche Spielführung, ein zu Unrecht gepfiffener Penalty und das Auftreten des Unparteiischen waren die Auslöser für die Schelte des Düsseldorfer Übungsleiters: "Es war nicht der gleiche Maßstab, mit dem er gepfiffen hat. Ich weiß auch nicht, ob es noch schlimmer gewesen wäre, wenn Oswald alleine gepfiffen hätte. Wir haben uns jedenfalls von ihm benachteiligt gefühlt", sagte Tomlinson aufgebracht.
Gerade die Kommunikation Oswalds mit dem Trainerteam der DEG hielt der Coach für unangemessen. "Wenn er mich dann so arrogant anschaut, muss ich mich schon zurückhalten. Da merkt man einfach, dass Herr Oswald nie selbst Eishockey gespielt hat", sagte Tomlinson und kalkuliert bei seinen Aussagen bereits Sanktionen der DEL mit ein: "Die Strafe, wenn ich eine bekomme, zahle ich gerne, denn jetzt hab' ich es von der Seele. Jetzt kann ich wenigstens ruhig schlafen."
Ruhig schlafen kann der Coach auch aufgrund der kämpferischen Leistung seiner Truppe, die sich dennoch beinahe selbst um den verdienten Lohn gebracht hätte. Einer konzentrierten Leistung im ersten Drittel folgte ein ängstliches Mitteldrittel. "Wir haben nach dem 5:1 ein paar leichtsinnige Fehler gemacht, und die Nürnberger haben uns teilweise überrollt. Doch wir haben den Charaktertest bestanden. Wir wussten, dass wir es in uns haben, und haben es heute gezeigt. Wie der überragende Daniel Kreutzer oder Evan Kaufmann sich aufgeopfert und Schüsse geblockt haben, war einfach stark", erklärte der stolze Trainer.
Sein Gegenüber, Ex-DEG-Akteur Andreas Brockmann, musste konstatieren: "Es gibt Teams, gegen die man gerne spielt. Düsseldorf gehört nicht dazu." Die DEG schraubte ihr Torverhältnis in dieser Saison im Vergleich mit den Franken auf 21:4.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





