DEG: Unnötige Spannung
VON GIANNI COSTA UND ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 13.02.2008 - 09:27Die DEG Metro Stars entschieden den Vergleich mit Krefeld erst durch zwei Treffer in der letzten Minute. Nach dem 6:3-Sieg liegen sie nur noch zwei Punkte hinter dem Nachbarn.
Mit dem Abschied nehmen ist es so eine Sache. Die Anhängerschaft der DEG Metro Stars diskutiert seit Tagen darüber, wie sie den Abgang von Tore Vikingstad zum Saisonende begleiten soll. Eine wirklich mehrheitsfähige Idee ist offensichtlich noch nicht gefunden worden. Dienstagabend hielten beim 6:3 (3:0, 0:2, 3:1)-Sieg der Düsseldorfer gegen die Krefeld Pinguine nur einige Dutzend Fans unter den 6483 Zuschauern Bilder mit dem Antlitz des 32-Jährigen in die Höhe.
Viel deutlicher wurde die Zuneigung zur Offensivkraft während der Partie. Denn bereits nach 41 Sekunden traf Vikingstad zum 1:0 - allerdings Dank gütiger Mithilfe von Krefelds Zugang im Tor, Nathan Marsters. Der Kanadier lieferte im ersten Drittel des „Straßenbahnderbys“ eine hypernervöse und kaum DEL-taugliche Leistung ab. Beim 2:0 durch Daniel Kreutzer war Marsters allerdings chancenlos - der Kapitän hämmerte die Scheibe in den rechten Winkel. Kurz darauf irrte Marsters jedoch wieder in seinem Torraum herum. Peter Ratchuk staubte zum dritten Treffer des Abends ab.
Es hätte für die DEG, bei der Korbinian Holzer nach langer Verletzungspause einen starken Auftritt ablieferte, ein entspannter Abend werden können. Trotz des Anschlusstreffers von Jan Alinc, der nach einem kapitalen Fehler von Marian Bazany alleine auf DEG-Keeper Jamie Storr zulief. Denn nach Benedikt Schoppers üblem Bandencheck gegen Fabio Carciola hatte die DEG fünf Minuten Zeit, in Überzahl die Führung weiter auszubauen. Zwei Minuten davon sogar mit zwei Spielern auf dem Eis. Doch das Powerplay lief nicht - Trainer-Manager Lance Nethery hatte indes auch darauf verzichtet die KVK-Reihe aufzubieten. Von der Dominanz der ersten zwanzig Minuten war nichts mehr zu sehen. Die gerechte Strafe folgte auf dem Fuß. Boris Blank machte die Partie 40 Sekunden vor der zweiten Pause mit seinem Schlagschusstreffer wieder unnötig spannend. Im Schlussabschnitt sah es ähnlich aus. Die DEG kam motiviert aus der Kabine. Rob Collins hämmerte den Puck nach einer schönen Vorlage von Jamie Wright, für den wohl ebenfalls die Abschiedstournee im DEG-Dress läuft (der Kanadier bekommt vermutlich keinen Vertrag mehr) per Beinschuss ins Tor der Gäste. Eine Entscheidung war da immer noch nicht gefallen.
Denn Krefelds Patrick Hager fälschte knapp zwei Minuten später einen Schuss von Doug Andress zum 3:4 ab. Am Ende zitterte die DEG den Sieg über die Zeit - der Rückstand auf den KEV in der Tabelle beträgt nun nur noch zwei Punkte. Deutlich wurde es erst in der Schlussminute, als Krefeld den Torwart vom Eis nahm.
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