DEG: Verglühte Sternchen
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 07.02.2007 - 10:43Bei den Metro Stars bahnen sich weitere Personalentscheidungen an. Manager Lance Nethery plant wohl mit mindestens vier Akteuren nicht mehr für die nächste Spielzeit. Ein Zugang soll heute verkündet werden.
Bei der DEG gibt es eine klare Aufgabenteilung: Lance Nethery macht alles. Der Manager beansprucht vor allem die Alleinherrschaft über den sportlichen Bereich bei den Metro Stars in der Deutschen Eishockey Liga. Dazu gehört, dass ausschließlich er über Personalentwicklungen informieren darf. Auch wenn er gar nicht im Lande ist. Zurzeit tourt der 49-Jährige auf Spielersuche durch die USA. Doch telefonisch wird er heute zugeschaltet sein, wenn der Verein über die beruflichen Perspektiven einiger seiner Akteure Auskunft erteilen will. Dazu wird Nethery noch den Namen von mindestens einem Zugang verkünden. Die Mannschaft ist weiter im Umbruch.
Ein Überblick über die wahrscheinlichsten Abgänge:
Benjamin Barz:
Er galt als großes Eishockey-Talent hierzulande gehörte sogar zum Kreis der Nationalmannschaft. Doch bereits in der vergangenen Saison in Nürnberg schlitterte er ohne Durchschlagskraft übers Eis. In Düsseldorf stagnierte seine Leistung weiter. In den Planungen von Lance Nethery spielt er keine größere Rolle mehr. Sein Abschied ist sehr wahrscheinlich.
Nils Antons:
Der 27-Jährige hat wegen seines Engagements in Düsseldorf sein Studium unterbrochen. Doch künftig wird er sich wieder ganz entspannt wissenschaftlichen Lektüren widmen können. Antons hat für seine Fähigkeiten bislang einen guten Job verrichtet. Doch für die Ansprüche des selbst ernannten Titelaspiranten DEG reicht es bei ihm einfach nicht aus. Er wird den Klub wohl am Saisonende verlassen und vermutlich sein Studium in Nordamerika fortsetzen.
David Cullen:
Er bringt alles für einen Top-Verteidiger in der DEL mit. Nethery hat ihn bei seiner Verpflichtung gar als eine Art Quarterback angekündigt. Doch Cullen konnte von seinen Fähigkeiten bisher zu selten etwas abrufen. Stattdessen entpuppte er sich zusehends als echtes Sicherheitsrisiko in der Düsseldorfer Hintermannschaft. Zu unkonzentriert, zu lässig beim Spielaufbau es deutet nichts auf eine Verlängerung seines Arbeitsverhältnisses hin.
Sean Brown:
Ebenso bisher eine Enttäuschung. Wohl auch bedingt durch zahlreiche Verletzungen nicht wirklich in Tritt gekommen. In den Planungen von Nethery spielt auch er kaum noch eine Rolle. Dagegen ist die Zukunft von Charlie Stephens und Rob Collins bei den DEG Metro Stars offensichtlich gesichert. Beide wollen in Düsseldorf bleiben, Nethery soll ihnen ein Angebot machen. Es sieht nach reiner Formsache aus.
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