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Düsseldorfer EG: Zugänge erkunden Altstadt

VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 06.07.2012 - 13:59

Düsseldorf (RPO). Drei der jungen Hoffnungsträger des Düsseldorfer Eishockeyklubs machten sich am Donnerstag mit ihrer neuen Heimat vertraut. Die Kanadier Michael Catenacci und Marc Zanetti sowie der US-Amerikaner Colin Long zeigten sich begeistert – von der Stadt und auch vom Altbier.

Marc Zanetti, Michael Catenacci und Colin Long (v.l.) genießen die Idylle am Düsseldorfer Rheinufer. Foto: Patrick Scherer
Marc Zanetti, Michael Catenacci und Colin Long (v.l.) genießen die Idylle am Düsseldorfer Rheinufer. Foto: Patrick Scherer

Marc Zanetti ist der letzte, der ansetzt und einen kräftigen Schluck zu sich nimmt - die Augen geschlossen, dann weit geöffnet. "Oh! Das ist verdammt gut", sagt er und schaut sich das dunkle Gebräu nochmals genau an. Der erste Schluck Altbier in seinem Leben. Der 21-Jährige hat einen Pluspunkt seiner neuen Heimat kennegelernt. Auch Michael Catenacci und Colin Long lassen den Inhalt ihrer Gläser nicht lange warm werden. Doch nachbestellt wird nicht. Schließlich befinden sich die drei Zugänge der Düsseldorfer EG mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Vor ein paar Monaten wussten alle drei nicht einmal, dass Düsseldorf existiert. Nur die DEL war ihnen ein Begriff. "Als ich von meinem Agenten von dem Angebot gehört habe, bin ich ins Internet und habe erstmal bei Google Maps geschaut, wo das ist", erklärt Zanetti. Die Nordamerikaner finden die Stadt zwar "wirklich schön", geben aber unumwunden zu, dass die ersten Tage seit ihrer Ankunft am vergangenen Wochenende mit einem Kulturschock verbunden sind. "Der Verkehr", schreien alle gleichzeitig, auf die Frage, was denn der größte Unterschied zwischen Europa und Kanada oder der USA sei. "Die Spuren sind kleiner, die Autos sind kleiner, die Rotphasen an der Ampel sind kürzer und alle fahren wild durcheinander", sagt Long.

Neue Umgebung, neue Mitspieler, neuer Trainer. Dem Coach, Christian Brittig, bescheinigen alle, einen guten ersten Eindruck gemacht zu haben. Doch auch hier sind erste Unterschiede zur Arbeitsweise in Übersee festzustellen. "Es wird viel härter trainiert", erklärt Long. Sein Ziel für die kommende Saison sei deshalb, "erstmal durch diesen Monat kommen." Die Kollegen steigen in sein anschließendes Gelächter direkt mit ein.

Das harte Training hat Eindruck gemacht. Doch die jungen Hoffnungsträger sind nach Europa gekommen, um sich einen Namen zu machen. "Ich will immer das Maximale rausholen – in der besten Liga, beim besten Team spielen", sagt Catenacci, der sich momentan ein Appartement mit Zanetti teilt und sich dort offenkundig hart geführte Fußballduelle an der Spielkonsole liefert. Ehrgeiz, das wird klar, haben alle drei. Zanetti, der seine Stärken als Verteidiger auch in Über- und Unterzahl sieht, macht den Anhängern direkt ein Versprechen: "Wenn die Fans es wollen, dann bin ich auch für Faustkämpfe bereit. Kein Problem."

Quelle: RP/seeg
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