Football: Der „Pott“ soll bei Fire bleiben
zuletzt aktualisiert: 27.04.2007 - 08:46Wenn Rhein Fire morgen (19 Uhr, LTU-Arena) gegen die Centurions Köln antritt, geht es nicht nur um den Sieg in der NFL Europa. Die Kölner sind derweil zuversichtlich, den „Rhein-Cup“ in die Domstadt holen zu können.
Die pompöse, fast einen Meter hohe Trophäe steht einfach so ungeschützt auf dem langen Flur der Fire-Geschäftstelle in der LTU-Arena herum. Und sie ist sogar schon leicht beschädigt. Bis morgen Abend wird der riesige Rhein-Cup, den der Sieger des direkten Football-Duells zwischen Rhein Fire und den Centurions Köln in der NFL Europa erhält, aber mit Sicherheit halten. Und er soll dann auch weiterhin in Düsseldorf zu bewundern sein. Damit ist aber nicht jedermann einverstanden. „Der Cup hat in Düsseldorf nichts zu suchen“, meint Hauke Wilkens, der General Manager der Centurions, wild entschlossen, aber gleichzeitig auch mit einem freundlichen Lächeln.
Wenn morgen ab 19 Uhr in der LTU-Arena im Meisterschafts-Treffen der NFL Europa Rhein Fire auf die Kölner trifft, dann geht es unter anderem auch um diesen Pokal, den sich die Düsseldorfer in der vorigen Saison holten, weil sie den Nachbarn gleich zweimal schlagen konnten. Insgesamt ist Fires Bilanz positiv; seit dem Liga-Start der Centurions 2004 holten die Düsseldorfer in den sechs Partien immerhin vier Siege. „Für unsere Fans sind die Spiele gegen Fire die wichtigsten des Jahres“, meint Wilkens, der morgen natürlich schon aus beruflichen Gründen klar auf einen Sieg seiner Mannschaft setzt. Und warum wird Köln in Düsseldorf gewinnen? „Weil wir derzeit das beste Team der NFL Europa sind“, antwortet der Geschäftsführer der Centurions. Er zitiert in diesem Zusammenhang auch seinen Spieler Werner Hippler. „Das ist eine der stärksten Mannschaften, in der ich jemals spielte“, soll das Liga-Urgestein geurteilt haben, das schon für Sacramento State in den USA und Frankfurt Galaxy startete und seit 2005 für Köln spielt.
Selbstverständlich besitzt auch für Fire die morgige Partie einen hohen Stellenwert, und sehr gern würden die Gastgeber das gleiche Heimspiel-Resultat wie im Vorjahr (21:10) vor entsprechender Kulisse (28334 Fans) wiederholen. So viele Besucher werden es wohl diesmal nicht werden. Erwartet werden bis zu 25000, die sich ab 15.30 Uhr auf der Fire-Party wieder auf das Match einstimmen können. Für die musikalische Unterhaltung sorgen diesmal „B-stinged-Butterfly“, in der Halbzeit treten die „Hot Banditoz“ auf. Wem das als Prominenz-Aufgebot noch nicht reichen sollte: Den Münzwurf vor der Partie werden zwei Kölner vornehmen: Ex-Fußballer Toni Schumacher und Comedy-Star Dirk Bach. Zudem sind noch „Onkel Fish“ dabei, Parodisten von Radio 1Live. Da bleibt aus Düsseldorfer Sicht nur zu hoffen, dass mit dem Spielbeginn die Kölner Präsenz aufhören wird.
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