Football: Feurig wie in besten Zeiten
VON HANS STOLLE - zuletzt aktualisiert: 14.05.2007 - 09:19Ausgerechnet im Duell mit dem Liga-Rivalen Frankfurt Galaxy trumpften die Football-Profis von Rhein Fire so stark auf wie schon lange nicht mehr. Vor 27349 Fans gab’s einen 27:24-Erfolg.
Die Kampfansage ließ nicht lange auf sich warten. „Bis zum Schluss haben wir auf den Sieg gehofft. In allen Statistik-Bilanzen der Partie liegen wir vorn. Uns fehlten am Ende aber die Punkte. Trotzdem wird Galaxy am 23. Juni in Frankfurt im Finale stehen!“ Tilman Engel, der Geschäftsführer der Football-Profis von Frankfurt Galaxy, gab sich am späten Samstagabend nach der knappen 24:27-Niederlage der Hessen bei Rhein Fire gewohnt selbstbewusst. Sammy Schmale, sein Kollege bei den Düsseldorfern, hörte diese Worte wohl. Aber an diesem Abend konnte nichts und niemand die aus dem Stand heraus fast schon euphorische Stimmung bei Fire trüben.
„Ich ziehe meinen Hut vor unserem Trainerstab, der die Mannschaft in dieser schweren Woche mit den vielen personellen Veränderungen zusammengehalten hat“, betonte Schmale. „Ich will mich auch bei unseren Fans bedanken. Wer heute nicht da war, hat eine Werbung für den Sport verpasst. Das war heute Rhein-Fire-Football, wie wir ihn lange nicht gesehen haben“, fügte er überglücklich hinzu, blickte jedoch auch sofort voraus: „Jetzt stehen zwei schwere Auswärtsspiele vor uns.“ Wie wahr, am kommenden Samstag in Köln und dann schon das Rückspiel in Frankfurt. Aber wer wollte daran schon denken nach diesem Triumph, nach dieser Geburtsstunde des Fire-Angriffs in der Saison 2007. Gleich die ersten drei Spielminuten waren die bis dahin beste Vorstellung der Offensive in dieser Meisterschaft. Nach dem Touchdown des erneut starken Runningbacks Laurean Henderson und dem Zusatzkick von Mark Brubaker in seiner ersten Aktion überhaupt für Fire (er kam für den verletzten Connor Hughes) hieß es 7:0. Dann lief eigentlich bis ins dritte Viertel hinein alles normal weiter; Fire lag 7:17 hinten, und kaum etwas deutete auf das dann folgende Offensiv-Feuerwerk hin. Plötzlich klappte im Angriff nahezu alles. Solch einen begeisternden Sport hatte Fire seinen Fans in diesem Jahr bislang vorenthalten. Offensichtlich waren von den Protagonisten alle Kunststücke für das große Duell mit dem Erzrivalen aufgespart worden.
P.K. Sam fing den Wurf von Quarterback Cody Pickett in der Endzone zum 13:17; Brubaker verkürzte weiter per Zusatzkick; Henderson punktete zum 20:17, und Jamar Enzor trug den Ball per Interception direkt hinter die Frankfurter Linie zurück. „Oh, wie ist das schön“, dröhnte es hinterher aus den Lautsprechern. Die Fire-Fans hoffen natürlich, dass es auch so weitergeht.
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