Football: Finale in Frankfurt ohne Fire
VON HANS STOLLE - zuletzt aktualisiert: 29.05.2007 - 08:53Nach der 10:23-Niederlage bei Frankfurt Galaxy können die Football-Profis das Endspiel um den World Bowl nach der fünften Pleite nicht mehr erreichen. 32789 Fans sorgen auf den Rängen für eine begeisternde Stimmung.
Ein Heimspiel der Football-Profis von Frankfurt Galaxy ist auch in der Saison 2007 ein besonderes Erlebnis. Das wurde Pfingstsamstag beim 23:10-Sieg über Rhein Fire eindrucksvoll unterstrichen. Bei ihrem Einlauf wurde die gastgebende Mannschaft von den Rängen von einem Orkan der Begeisterung in die Arena getragen, und zwar so enthusiastisch wie in keinem anderen Stadion der Liga. Gänsehaut-Atmosphäre war garantiert. Und wenn dann im weiteren Verlauf der Partie die gegnerische Offense auf dem Feld stand, war zu deren Störung der Lärm in der Tat so ohrenbetäubend, dass die Angriffs-Anweisungen zwischen den Spielern auf dem Platz einige Male ungehört blieben.
Keine Frage, Frankfurt Galaxy hat die besten Fans der Liga (vor den Fire-Anhängern). Dafür gab’s auch anerkennende Worte von den Besuchern aus dem Rheinland. Fires Geschäftsführer Sammy Schmale sprach von „unfassbar tollen Galaxy-Fans“, und er musste zugeben, dass deren Krach „schwer für die Kommunikation auf dem Feld“ war. Nur gut aus der Sicht von Fire, dass sich diese euphorisch lautstarke Unterstützung von den Rängen (32789 Besucher waren am Samstag dabei) nicht so einfach auf die Aktionen der Galaxy-Profis übertragen lässt. Denen fehlte nämlich über weite Strecken der Partie in der Offensive ebenso das Feuer wie den Düsseldorfern. Unter dem Aspekt, was im positiven Sinne auf den Rängen passiert, müsste Galaxy eigentlich jeden Gegner in Frankfurt mit 40:0 oder 50:3 auf die Heimreise schicken. Das blieb Fire erspart. Vielmehr trafen die Mannen um Headcoach Rick Lantz erneut auf ein Team, dem die Düsseldorfer in Augenhöhe begegneten und das keineswegs deutlich überlegen auftrumpfte. Zum wiederholten Male in diesem Jahr in einem Fire-Match passierten entscheidende Situationen im dritten Viertel.
Fires Quarterback Cody Pickett hatte P.K. Sam, den besten Wide Receiver der Gäste, mit einem super Pass über 46 Yards bedient. Fire stand beim Zwischenstand von 10:13 in der völlig offenen Partie kurz vor der Galaxy-Endzone. Bei seinen folgenden Wurf-Versuchen geriet Pickett jedoch stark unter Druck. So erreichte der Ball nicht den anvisierten Lauren Williams, sondern wurde gut fünf Minuten vor Ende des Durchgangs in der Galaxy-Endzone abgefangen (Interception) von dem Frankfurter Verteidiger Shirdonya Mitchell. Fires Punkte waren alle im zweiten Viertel gefallen. Mark Brubaker verwandelte ein Fieldgoal aus der Distanz von 43 Yards zum 3:3 und kurz danach den Zusatzkick nach dem Touchdown von Michael Franklin zu 10:3-Pausenführung. Franklin erinnerte mit seinem sehenswerten Hechtsprung in die Endzone an Pepe Pearson beim 13:10-Finalsieg über die Claymores (Saison 2000).
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





