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Football: Fire wieder harmlos - und mit Pech

zuletzt aktualisiert: 07.05.2007 - 10:33

Es ist im Sport manchmal wie im richtigen Leben. Wenn es ohnehin nicht so richtig laufen will, kommen auch noch zusätzliche Missgeschicke hinzu, die die Lage weiter verschlechtern. Genau in dieser Situation befinden sich seit gestern Nachmittag die Football-Profis von Rhein Fire.

Am Sonntag wurde Rhein Fire in der LTU-Arena offiziell aufgelöst.  Foto: rpo, Mark Keppler
Am Sonntag wurde Rhein Fire in der LTU-Arena offiziell aufgelöst. Foto: rpo, Mark Keppler

In diesem Jahr können sie nicht nur sportlich (vor allem in der Offensive) nicht überzeugen, sondern werden jetzt auch noch vom Verletzungspech wichtiger Spieler getroffen. Kicker Connor Hughes musste beim 9:34 in Hamburg mit Verdacht auf Muskelfaserriss im dritten Viertel ausscheiden - man darf aus Sicht der Düsseldorfer nur hoffen, dass sich diese Blessur als nicht so schwerwiegend erweisen wird. Denn niemand in dieser im Angriff bislang so äußerst mager verlaufenden Saison holte für Fire mehr Punkte als der Kicker.

Dass den Rheinländern bei der in der Höhe viel zu deutlich ausgefallenen Niederlage bei den Hamburg Sea Devils immerhin im dritten Durchgang der zweite Touchdown in dieser Saison gelang, den Erik Jensen perfekt machte, ist dabei absolut kein Trost in dieser misslichen Lage. Insgesamt gesehen lief es auch vor den Verletzungen von Hughes und Ryan Hoffman im dritten Durchgang bei Fire ebenso schleppend wie in den drei Partien zuvor. Die Maßnahme von Headcoach Rick Lantz, im Vorfeld dieser Partie Cody Pickett zur klaren Nummer eins als Quarterback zu erklären und ihn dann gestern auch über fast die gesamte Zeit spielen zu lassen, hatte in Hamburg keine gravierend positiven Folgen.

Dass die Gäste nach ihrer Verkürzung zum 9:17 in der Mitte des dritten Viertels dann noch so deutlich einbrachen, ist sicherlich im wesentlichen auf die zwei Verletzungen zurückzuführen. Die Mannschaft hatte nicht mehr die Moral, hat aber in diesem Jahr auch offensichtlich nicht die sportliche Klasse, in einer solch brenzligen Situation das Ruder noch herumzureißen.

Äußerst spannend ist nun die Situation, dass ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt am kommenden Samstag in der LTU-Arena das Spiel des Jahres für beide Teams zwischen Fire und Frankfurt Galaxy auf dem Programm steht. Die Frankfurter leisteten sich gestern bei der knappen 17:19-Niederlage bei den Amsterdam Admirals die erste Niederlage dieser Saison, liegen aber immer noch allein mit der Bilanz von 3:1 Siegen an der Spitze. Den Frankfurtern wäre dabei in Amsterdam nach einem 0:19-Pausenrückstand fast noch der Ausgleich geglückt. Ein Kompliment gebührte gestern auf jeden Fall den rund 250 mitgereisten Fire-Fans, die erkannt hatten, dass ihr Team in dieser Situation eher Aufmunterung und Zuspruch benötigt als böse Kritik über die schwache sportliche Leistung.


 
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