Giants: Bittere Lehrstunde
VON MARK KÜHN - zuletzt aktualisiert: 03.02.2010 - 21:28Kühne Optimisten unter den Giants-Fans hatten erwartet, dass die Düsseldorfer Basketballer nach ihrem Erfolg in Gießen gegen den Deutschen Meister mit etwas Glück nachlegen könnten. Stattdessen gab es für die Giants gegen die EWE Baskets Oldenburg am Mittwochabend eine bittere Lehrstunde. Die Gastgeber unterlagen dem Favoriten vor 1931 Zuschauern sang- und klanglos mit 51:75.
Dass Shooting-Guard Brendan Winters wegen seiner schmerzhaften Knieverletzung kurzfristig ausfiel, konnte nicht als Ausrede dafür herhalten, dass sich die Düsseldorfer von Beginn an in einem derart desolaten Zustand präsentierten.
Mit bis zu 27 Punkten gerieten die Giants schon in der ersten Hälfte gegen einen in allen Belangen überlegenen Gegner in Rückstand. Bitter für die Düsseldorfer, dass der Mannschaft in den ersten 20 Minuten gerade einmal 17 Punkte gelangen - unglaublich wenig für ein Team, das insbesondere auf das Vermögen ihrer Dreipunkteschützen angewiesen ist.
Giants: Geib (2), Whiting (2), Bailey (9), Goddek (2), Kosmalski, Archibong (7), Walker (2), Cox (9), Tom Spöler (4), Ben Spöler (4), Carter (10). Zuschauer: 1931.
Noch schwerer wog, dass die Mannschaft von Achim Kuczmann von Beginn an überhaupt keine Anstalten machte, die Angriffsbemühungen des Gegners halbwegs angemessen zu verteidigen. Die Oldenburger Schützen Rickey Paulding und Je´Kel Foster konnten wohl selten bei ihren Schüssen so frei zum Zuge kommen wie gestern im Burg-Wächter Castello. Die Blauen resignierten schnell und machten keine Anstalten, das Blatt durch kämpferischen Einsatz noch einmal zu wenden.
Die Mehrheit der Zuschauer, die es mit den Giants hielt, war früh mucksmäuschenstill, während die 20 mitgereisten Oldenburger die Düsseldorfer mit wenig mitfühlenden Sprechchören verhöhnten. Nach der Pause demonstrierten die Giants ihrem enttäuschten Publikum, dass es noch schlechter geht.
Mit unglaublichen 38 Punkten lagen die Düsseldorf im dritten Viertel zurück. Achim Kuczmann reagierte und gab den Brüdern Tom und Ben Spöler frühzeitig eine Chance. Die beiden waren die einzigen, die vom Publikum mit Applaus bedacht wurden. Die Düsseldorfer konnten von Glück sagen, dass die Oldenburger im letzten Viertel gleich mehrere Gänge zurückschalteten und die Düsseldorfer Niederlage nicht noch schmerzvoller machten.
Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova hatte nach den schwachen vergangenen Wochen unlängst personelle Konsequenzen angedroht. Nicht auszuschließen, dass es in der längeren Spielpause bis zum 13. Februar bei den Giants Veränderungen geben wird. Leistungen wie die gegen Oldenburg werden sich auch die eingefleischtesten Giants-Fans jedenfalls nicht mehr oft bieten lassen.
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