Basketball: Didin bastelt an den Giants
zuletzt aktualisiert: 05.07.2011 - 09:18Düsseldorf (RPO). Die Giants haben einen weiteren wichtigen Sponsor ins Boot geholt. Der amerikanische Sportartikelhersteller "Tanked" wird die Basketballer künftig mit Trikots und Hosen ausstatten – gratis.
"Durch diesen Deal sparen wir viel Geld", verrät Murat Didin, Giants-Trainer und Geschäftsführer in Personalunion. Im Vergleich zur vergangenen Saison haben die Düsseldorfer ihre Kosten damit bereits um fast 400 000 Euro senken können.
Gespart wird nicht nur bei den Hemden für die Profis, sondern auch bei den obligatorischen Spielerfahrzeugen, beim Catering und vor allem bei den Ausgaben für das Büropersonal. Das Gehalt für den neuen Marketing-Manager Atilla Boncuklu, der Svenja Rickert nachfolgt, übernimmt Namenssponsor "Gloria". Der Vertragsabschluss mit einem Pkw-Partner soll kurz bevorstehen.
Das eingesparte Geld will Didin in erster Linie für die Profimannschaft und die Jugendarbeit ausgeben. Auch in die Trainingshalle im Sportpark Niederheid wird kräftig investiert. "Es wird künftig eine Kantine mit warmem Essen für die Spieler geben", kündigt Didin an. "Wir werden die Halle verschönern und professioneller machen." Um den vorläufigen Etat von 1,6 Millionen Euro weiter zu erhöhen, hat Didin einen "Business-Club" gegründet. Unternehmen können sich dem illustren Kreis mit einem Jahresbeitrag von 50 000 Euro anschließen. "Wenn wir eine breitere Basis haben, ist sichergestellt, dass wir Kontinuität haben", sagt Didin.
Auch auf sportlichem Sektor arbeitet Didin auf Hochtouren. Der Türke versucht aktuell, Spieler seines früheren Clubs Skyliners Frankfurt nach Düsseldorf zu lotsen. Der erhoffte Wechsel von Ex-Nationalspieler Pascal Roller wird allerdings nicht zustande kommen. Der 34-Jährige, der nach dem Halbfinal-K.o. Anfang Juni gegen Berlin seine Profikarriere beendete, denkt nicht an ein Comeback.
Didin legt den Fokus jetzt auf Aubrey Reese und Quantez Robertson legt. "Die Chancen bei Aubrey stehen gut", sagt Didin, der viel mit seinem ehemaligen Schützling telefoniert hat. "Wenn Aubrey kommt, folgt ihm Quantez vielleicht auch, die beiden sind gute Kumpels."
Schon die Verpflichtung eines der beiden Stars wäre ein großer Coup. Das größte Hindernis sind die hohen Gehaltsvorstellungen der beiden Amerikaner, die jeweils bei etwa 300 000 Euro pro Jahr liegen soll. Am Montag fliegt Didin für sechs Tage nach Las Vegas, um talentierte Nachwuchsspieler für seine künftige "Starting Five" zu sichten. Bislang haben die Giants nur Ergänzungsspieler verpflichtet.
Didin wird wohl nicht mit leeren Händen zurückkehren. "Das wird schon klappen – ich nehme genügend Geld mit", verspricht der Trainer lachend.
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