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Düsseldorf Giants: "Die Jungs können sich bei mir anlehnen"

zuletzt aktualisiert: 04.03.2010 - 08:24

Beim Spiel in Bonn gab Eric Taylor seinen Einstand bei den Giants. Der neue Center soll helfen, den Abstieg aus der Basketball-Bundesliga (BBL) zu vermeiden. Der Amerikaner hat auch eine Idee, wie er die Giants aus dem Keller holen will. Wir haben mit Taylor gesprochen.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Einstand?

Taylor: Ehrlich gesagt, nicht so ganz. Ich kann sicher besser spielen, aber ich will mir auch nicht zuviel Druck machen. Wir spielen ein anderes System als in Bamberg, das braucht etwas Zeit.

Sie haben in den vergangenen Wochen nicht viel trainiert. Wann sind Sie bei hundert Prozent?

Taylor: Ich hoffe, schon am Freitag, wenn wir um 19.30 Uhr zu Hause gegen den Mitteldeutschen BC spielen. Ich tue mein Bestes, dass ich der Truppe schnell helfen kann.

Wie wollen Sie dem Team helfen?

Taylor: Wichtig ist, dass wir den Teamgeist verbessern. Wenn wir als Mannschaft zusammenhalten und jeder weiß, was der andere macht, dann können wir jeden Gegner schlagen.

Sind die Giants stark genug für den Klassenerhalt?

Taylor: Die Mannschaft hat sehr viel Talent. Wir können mit den Topteams mithalten, aber nach den vielen Niederlagen fehlt das Selbstvertrauen. Das will ich der Mannschaft zurückgeben.

Wie wollen Sie das anstellen?

Taylor: Ich bin ein positiver Typ. Ich will immer gewinnen – und Jungs, die mental nicht gut drauf sind, können sich bei mir anlehnen.

Was sind die Hauptunterschiede zwischen Bamberg und den Giants?

Taylor: Man muss schon realistisch sein. Bamberg hat nach Berlin den höchsten Etat der Liga mit früheren NBA-Spielern und guten Nationalspielern. Aber mit Mannschaftsgeist kann man auch so eine Überlegenheit ausgleichen.

Sie hätten gar nicht nach Düsseldorf gehen müssen. Bamberg zahlt ja ihr Gehalt bis zum Saisonende weiter…

Taylor: Es geht mir nicht ums Geld, sondern um eine neue Herausforderung. Düsseldorf ist eine tolle Stadt, und es macht Spaß, mit dieser Mannschaft um den Klassenerhalt zu kämpfen. Es ist ja mein ehemaliges Team.

An das Sie ja nicht nur gute Erinnerungen haben. Sie sind bei den Giants Leverkusen rausgeflogen, nachdem sie einen Autounfall gebaut hatten und man Drogen in ihrem Wagen fand. Sie sind dennoch zurückgekommen.

Taylor: Diese Sache ist vorbei, sie ist abgeschlossen. Natürlich war das negativ. Aber wenn man Fehler macht, muss man aus ihnen lernen und sie nicht noch einmal machen.

Sie sind zu Ihrem Mannschaftskollegen Brant Bailey gezogen. Planen Sie, nur bis zum Saisonende in Düsseldorf zu bleiben?

Taylor: Nein, im Gegenteil. Ich würde gern länger bleiben. Ich bin kein Star, sondern ein Teamplayer, der den Giants helfen kann. Und besonders teuer bin ich auch nicht.

Mark Kühn führte das Gespräch

Quelle: RP

 
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